Unfallforschung: Elektroautos noch mit „Burnout-Syndrom“?

Unfallforschung: Elektroautos noch mit „Burnout-Syndrom“?
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(TRD/MID) Brennende Batterien von Elektroautos stellen die Feuerwehr vor große Herausforderungen. Mit steigenden Zahlen zugelassener Elektro- und Hybridfahrzeuge nimmt auch die Zahl der Feuerwehreinsätze zu, bei denen solche Fahrzeuge in Unfälle oder Brände verwickelt sind.

Auf Initiative der Dekra-Unfallforschung ist jetzt eine interdisziplinäre Fachinformation entstanden, die in erster Linie den Feuerwehren helfen soll. „Fahrzeugbrände an Elektro- oder Hybridfahrzeugen kommen zwar nicht unbedingt häufiger vor als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen“, räumt Dekra-Unfallforscher und Feuerwehrmann Markus Egelhaaf ein. Wenn aber die Lithium-Ionen-Batterie eines solchen Fahrzeugs brennt, könne das der Feuerwehr Probleme bereiten.

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Spezialisierte Hersteller bringen nach und nach neue Löschgeräte und Löschmittel auf den Markt oder erweitern bekannte Produkte um die Tauglichkeit für den Einsatz an Elektrofahrzeugen. Photo by Pixabay on Pexels.com / TRD mobil

„Um die Batteriezellen im Normalbetrieb bestmöglich vor äußeren Einflüssen zu schützen, werden sie in einem stabilen, wasserdichten und teilweise thermisch isolierten Gehäuse untergebracht“, sagt der Experte. Das Ganze werde dann in einem Bereich verbaut, der auch bei Unfällen möglichst wenig belastet wird – zumeist unterhalb der Fahrgastzelle. Das habe zur Folge, dass die Batterie im Brandfall für die Feuerwehr nicht besonders leicht zugänglich sei.

Dass Wasser ein geeignetes Löschmittel ist, haben schon 2012 gemeinsame Versuche der Unfallforschung mit einem Fahrzeughersteller gezeigt. Wasser kann zum einen zur Kühlung des Batteriegehäuses verwendet werden, um den Verbrennungsprozess im Inneren immer weiter zu verlangsamen. Zum anderen kann es, soweit möglich, direkt ins Batteriegehäuse gespritzt werden, um den Brand dort zu löschen.

Spezialisierte Hersteller bringen nach und nach neue Löschgeräte und Löschmittel auf den Markt oder erweitern bekannte Produkte um die Tauglichkeit für den Einsatz an Elektrofahrzeugen. Diese sind in der Feuerwehrwelt zum Teil aber sehr umstritten. „Brandereignisse aus der Vergangenheit haben immer wieder gezeigt, dass sich Feuerwehren beim Einsatz an Elektrofahrzeugen schwer tun.“ Hier wolle man Hilfestellung leisten.

„Wir wollten die Fakten sachlich und verständlich aufbereiten, um unbegründete Ängste zu nehmen und eine gute Grundlage für taktische Entscheidungen zu schaffen“, betont Egelhaaf. Damit sei man bei den Partnern auf offene Ohren gestoßen. Die Hinweise wurden gemeinsam mit Experten von Feuerwehren, aus der Brandschutzforschung und von Fahrzeugherstellerverbänden erarbeitet.

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Heinz Stanelle

Heinz Stanelle

Wir befassen uns mit Ratgeber- und Leserthemen in allen gängigen Kategorien. Herausgeber ist der Journalist Heinz Stanelle aus Kaarst bei Düsseldorf.

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