Bei Stress im Job greifen immer mehr Menschen zu leistungssteigernden Medikamenten.© pheee/pixabay.com/CCO /TRD Pressedienst

(TRD/MP) Bei den Olympischen Spielen in Rio ist Doping täglich ein Thema: Doch nicht nur Athleten greifen zu leiostungssteigernden Präparaten. Auch viele Studenten und Arbeitnehmer pushen sich mit allerlei Mittelchen – nur eben nicht für die Muskeln, sondern fürs Hirn. Etwa bei der Vorbereitung auf Klausuren oder inmitten eines wichtigen Projekts. Ein gefährliches Spiel, warnen Experten. Denn meist kommen Medikamente zum Einsatz, die eigentlich für andere Zwecke entwickelt wurden.

Früher waren es oft Drogen wie Kokain, heute sind es mehr Medikamente gegen Krankheiten wie Depressionen, Demenz oder Bluthochdruck“, berichtet Christian Krumm von der „Apotheken Umschau“. Eine extrem starke Nachfrage erfahre derzeit das Präparat mit dem Wirkstoff Methylphenidat, ein Mittel gegen ADHS. „Bei gesunden Menschen zeigen sich allerdings vorrangig unerwünschte Nebenwirkungen“, so der Experte.

Und welche Nebenwirkungen können das sein? Methylphenidat etwa kann zu Abhängigkeit führen und die Persönlichkeit verändern. Bei anderen Präparaten können beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzrhythmusstörungen auftreten mit den entsprechenden schwerwiegenden Folgen. Daher sollte man davon tunlichst die Finger lassen.

Und es gibt sehr viel gesündere und günstigere Alternativen. Hilfreich sind viel Bewegung, um Stresshormone abzubauen oder Entspannungsübungen, die den Kopf freimachen. Gegen Schlafstörungen helfen oft auch schon pflanzliche Mittel mit Baldrian oder Hopfen. Besser als die Behandlung der Symptome ist es allerdings, nicht sich selbst, sondern die Situation zu verändern. Das Fazit: Finger weg von den Mittelchen! Meist schaden sie mehr als sie nutzen und sind langfristig nie eine Lösung.

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