Sparer verschenken Milliarden weil sie in falsche Produkte investieren

Es lässt sich aus den vorliegenden Zahlen schließen, dass der deutsche Sparer eher auf Rendite setzt als auf Sicherheit verzichtet - allerdings  mit allen Konsequenzen.      © Alexas_Fotos / pixabay/TRD Wirtschaft

(TRD/WID) Die Zahl ist bombastisch: Rund 730,7 Milliarden Euro haben deutsche Sparer in den letzten sieben Jahren verschenkt. Der Grund: Sie haben in verzinste Sparanlagen statt in die Entwicklung am Aktienmarkt investiert, so das Fachportal Tagesgeldvergleich.net im Rahmen einer Zinsanalyse.

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Die Milliardensumme errechnet sich aus der Differenz zwischen der Rendite durchschnittlicher Tagesgeldzinsen in den Jahren 2010 bis Ende 2017 und einer Anlage in DAX-30-Wertpapiere im gleichen Zeitraum. Die Daten basieren auf den Angaben zum Neugeschäftsvolumen von Banken für täglich fällige Einlagen privater Haushalte. Aus angelegten 667,262 Milliarden Euro Anfang 2010 wären nach sieben Jahren mit einer durchschnittlichen Tagesgeldverzinsung 718,680 Milliarden Euro geworden – ein Plus von rund 7,7 Prozent. Wäre das Kapital in eine Anlage investiert worden, die sich an der Entwicklung des DAX orientiert, „läge das Plus bei 117,22 Prozent und das Ergebnis bei 1.449,426 Milliarden Euro“, so die Geld-Experten. Oder vereinfacht gerechnet: Aus 10.000 Euro im Jahr 2010 wären Ende 2017 10.770,58 Euro (Tagesgeld) oder 21.722,00 Euro (DAX) geworden.

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„Sicherlich handelt es sich um ein Zahlenspiel. Jedoch lässt sich aus den vorliegenden Zahlen darauf schließen, dass der deutsche Sparer eher auf Rendite als auf Sicherheit verzichtet – mit allen Konsequenzen“, kommentiert Daniel Franke, Finanzexperte von Tagesgeldvergleich.net den Zahlenvergleich.

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