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Diagnose Alzheimer

Depressionen können Risikofaktor und Vorboten einer Alzheimer-Erkrankung sein

(TRD/MP)  In der frühen Krankheitsphase leiden Alzheimer-Patienten häufig unter Depressionen. Im mittleren Alter sind Depressionen aber auch ein Risikofaktor für eine spätere Alzheimer-Erkrankung. Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass lösliche Protein-Komplexe, sogenannte Beta-Amyloid-Dimere, sowohl die Gedächtnisfunktionen als auch die Symptome einer Depression verschlechtern können. Diese Beta-Amyloid-Dimere verklumpen im Verlauf der Alzheimer-Krankheit im Gehirn zu schädlichen Ablagerungen. Es wird vermutet, dass diese Ablagerungen den Botenstoff Serotonin beeinflussen. Serotonin ist auch als „Glückshormon“ bekannt und spielt eine entscheidende Rolle bei Depressionen.

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Nun wird die Alzheimer-Forscherin Dr. Laila Abdel-Hafiz für ihre Forschung zum Thema Alzheimer und Depressionen mit dem Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Wissenschaftlerin forscht am Institut für Anatomie II an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

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In ihrem Projekt will Dr. Abdel-Hafiz die selektive Rolle der löslichen Beta-Amyloid-Dimere im frühen Alzheimer-Stadium prüfen. Mit Hilfe von zwei verschiedenen Wirkstoffen wird sie den Einfluss von Beta-Amyloid-Dimeren auf das „Glückshormon“ Serotonin untersuchen.

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„Durch meine Forschung möchte ich die zugrundeliegenden Mechanismen für die Störung der Gedächtnisfunktionen und die Verschlechterung der depressiven Symptomatik durch Beta-Aggregate aufklären“, sagt die Preisträgerin. „Damit können neue therapeutische Ansätze für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit entwickelt werden.“ Ziel sei es, eine neue Behandlung sowohl für den Gedächtnisverlust im frühen Krankheitsstadium einer Alzheimer-Demenz zu entwickeln als auch für Depressionen, die als Begleitsymptom auftreten können.

Frauen erkranken häufiger an Alzheimer als Männer

Rund zwei Drittel der 1,2 Millionen Alzheimer-Erkrankten sind weiblich. Lange ist man davon ausgegangen, dass die längere Lebenserwartung von Frauen der Grund ist. Denn: Das Risiko an Alzheimer zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Doch auch wenn man die höhere Lebensdauer herausrechnet, erkranken Frauen immer noch öfter an der häufigsten Form der Demenz.

Deshalb gehe man heute zunehmend davon aus, dass auch geschlechtsspezifische Unterschiede dazu führen, dass Frauen häufiger von Alzheimer betroffen sind, heißt es bei der Alzheimer Forschung Initiative e. V. Denn Hormonhaushalt und Stoffwechsel von Frauen sind anders als bei Männern. Dass Östrogene eine wichtige Rolle für den Hirnstoffwechsel und damit für die kognitiven Prozesse im weiblichen Gehirn spielen, rückt erst langsam ins Zentrum der Forschung.

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In den Wechseljahren ändert sich bei Frauen der Hormonhaushalt. Vor allem die Östrogenproduktion ist stark rückläufig. Weil Östrogene nicht mehr ausreichend für die Energieversorgung und den Schutz der Nervenzellen sorgen, leiden manche Frauen kurzfristig zum Beispiel auch an Gedächtnisproblemen, Vergesslichkeit und Verwirrtheit. Mittelfristig können diese hormonellen Veränderungen aber auch das Alzheimer-Risiko erhöhen. Das belegen unterschiedliche Studien renommierter Neurowissenschaftlerinnen.

Ob eine Hormonersatztherapie das Alzheimer-Risiko senken kann, ist bislang noch umstritten. Studien weisen darauf hin, dass es darauf ankommt, ob die künstlichen Hormone im dafür geeigneten Zeitfenster eingenommen werden.

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© Global Press Nachrichtenagentur und Informationsdienste KG (glp) /TRD medizin und Gesundheit Redakteur: Lars Wallerang / Rudolf Huber

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Von Heinz Stanelle

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