Brennstoffzellen-Autos lassen sich in wenigen Minuten betankten

Brennstoffzellen-Autos lassen sich in wenigen Minuten betankten
Drei Minuten zum Verweilen: Wenn die Station funktioniert, sind nach dieser Zeit fünf Kilogramm Wasserstoff getankt. © Honda /TRD

 

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(TRD/MID) – Es ist ein wenig still geworden ums Brennstoffzellen-Auto. Die Fortschritte bei der Batterie-Entwicklung haben den Bemühungen um den Wasserstoffbetrieb das Momentum genommen. Aber für die Langstrecke ist der Zukunftssprit immer noch erste Wahl. Wenn auch noch selten.

Was eint Hyundai, Toyota und Honda? Alle drei Marken haben funktionierende Automobile im Angebot, die elektrisch angetrieben werden und ihren Energiebedarf von einer Brennstoffzelle an Bord bedienen lassen. Auch Daimler, GM und der VW-Konzern werkeln am so charmanten Verfahren zur Stromerzeugung, bei dem Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert und dabei elektrischen Storm erzeugt. Honda sieht den Vorteil der Brennstoffzelle auf der Langstrecke, wenn Ladezeiten für Batteriefahrzeuge unakzeptabel werden und die Zahl der freien Ladesäulen ebenfalls nicht ausreicht. „Außerdem“, so Thomas Brachmann, Gruppenleiter in der Forschung und Entwicklung bei Honda in Europa, „Soviel Kupferkabel können wir kaum verlegen, damit auf jeder Autobahnraststätte ausreichende Ladekapazitäten für Elektroautos geschaffen werden.“

Nachdem Honda bereits im vorigen Jahr verkündet hatte, dass bis 2025 zwei Drittel aller Automobile der Marke einen elektrischen Antrieb haben werden, besteht Handlungsbedarf. Nicht allein Plug-in-Hybridwagen oder reine Stromer sollen dieses Volumen garantieren, auch die Brennstoffzellen-Autos werden eine Rolle spielen. Seit geraumer Zeit schon versucht sich Honda beim Balance-Akt zwischen Betriebssicherheit und Leistungsfähigkeit, beides erfordert großen technischen Aufwand. Denn Wasser, das bei der chemischen Reaktion in der Brennstoffzelle entsteht hat die Unart, bei Temperaturen unter Null Grad Celsius einzufrieren. Selbst im Flachland und in gemäßigten Klimazonen setzt Väterchen Frost dem Wasserstoffbetrieb ein frühes Ende. Wenn nicht viele kluge Köpfe Systeme ersonnen hätten, die für einen reibungslosen Betrieb bis minus 20 Grad Celsius sorgen. Auch die Speicherung des gasförmigen Wasserstoffs will gelernt sein. Unter 700 bar Druck wird er in hochfeste Tanks gepresst, fünf Kilogramm reichen dann im Fall des Honda-Derivats Clarity Fuel Cell für eine Fahrstrecke von bis zu 650 Kilometer.

 

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Drei Minuten zum Verweilen: Wenn die Station funktioniert, sind nach dieser Zeit fünf Kilogramm Wasserstoff getankt. © Honda /TRD mobil

Dieses Auto bietet die japanische Marke im Heimatland und in den Vereinigten Staaten als Leasingmodell zum hochsubventionierten Schlagerpreis an. Umgerechnet 2.617 Euro Einmalzahlung danach 337 Euro Leasingrate über 36 Monate kostet der Stromer für die große Ausfahrt. Dazu gibt es einen Tankgutschein über 1.368 Euro, der für rund 150 Kilogramm Wasserstoff-Einkauf reicht, der wiederum eine Gesamtfahrtstrecke von fast 20.000 Kilometer ermöglicht. In den beiden 117 und 24 Liter großen Tanks wird der Sprit beim Tanken in kaum mehr als drei Minuten gespeichert. In Amerika sollen 250 Clarity Fuel Cell in einem Jahr auf den Markt kommen, in Japan sind 150 Einheiten geplant. Die verschwindend geringen Stückzahlen bedingt nicht mangelnde Nachfrage sondern die aufwändige Produktionstechnik. Die Brennstoffzelle, ein sogenannter „Stack“, in dem Honda 358 einzelne Zellen zusammenbaut, ist der Flaschenhals der Fertigung. Drei dieser Stacks entstehen zur Zeit am Tag.

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