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Wasserstoff: Der Antrieb der Zukunft

Wasserstoff: Der Antrieb der Zukunft
Zwei Männer in einem roten Auto blicken durch die Scheibe der Fahrertür.

BMW setzt auch auf die Brennstoffzelle

(TRD/MID) Das eine Ziel verfolgen, ohne das andere aus den Augen zu lassen: Mit dieser Strategie will sich BMW für die Zukunft wappnen. Anders ausgedrückt: Die Bayern gehen zweigleisig in die emissionsfreie Mobilität: mit reinen E-Autos und mit Brennstoffzellen-Antrieb.

Mit ersten virtuellen Einblicken in das Antriebssystem des BMW i Hydrogen Next zeigt BMW, wie das Kapitel Wasserstoff-Antrieb aussehen könnte. Dessen langfristiges Potenzial stehe außer Frage, so Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Trotzdem wird die Marke ihren Kunden kurzfristig noch kein entsprechendes Serienfahrzeug anbieten. Das liegt vor allem an den aktuell noch nicht passenden Rahmenbedingungen – die Infrastuktur ist eher bescheiden, die Kosten sind noch deutlich zu hoch.

BMW Brennstoffzelle
– Die zweite Generation des BMW Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebs mit einer Systemleistung von 275 kW/374 PS wird ab 2022 im BMW i Hydrogen Next eingesetzt. © BMW/ trd mobil

„Wir sind überzeugt, dass künftig verschiedene alternative Antriebsformen nebeneinander existieren werden, da es keine alleinige Lösung gibt, die sämtliche Mobilitätsanforderungen der Kunden weltweit abdeckt“, so Fröhlich mit einem deutlichen Seitenhieb auf VW-Chef Herbert Diess, der nur auf Elektroantrieb setzt. Der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb könne langfristig eine vierte Säule im Antriebsportfolio von BMW werden. Hier biete sich speziell das obere Ende der X-Familie an. Schon seit 2013 arbeitet die BMW Group mit der Toyota Motor Corporation im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie zusammen.

Im i Hydrogen Next erzeugt das Brennstoffzellensystem bis zu 125 kW/170 PS elektrische Energie und stößt dabei nur Wasserdampf aus. Im Fahrzeug sind zwei 700-bar-Tanks untergebracht, die sechs Kilogramm Wasserstoff fassen. Das soll „große Reichweiten bei allen Wetterbedingungen“ garantieren. Mit integriert ist der E-Antrieb der fünften Generation, wie er zunächst im BMW iX3 eingesetzt wird. Die Systemleistung beträgt 275 kW/374 PS und soll für markentypische Fahrdynamik sorgen. Basierend auf dem aktuellen BMW X5 wird es 2022 eine Kleinserie mit diesem wasserstoff-brennstoffzellen-elektrischen Antrieb geben.

Weltrekord Wasserstoff
Der französische Luft- und Raumfahrer Bertrand Piccard hat einen neuen Weltrekord für die längste Strecke mit einem wasserstoffbetriebenen Fahrzeug aufgestellt. Foto: Hyundai/ TRD mobil 

Weltrekord mit Wasserstoff

(TRD/MID) Der französische Luft- und Raumfahrer Bertrand Piccard hat einen neuen Weltrekord für die längste Strecke mit einem wasserstoffbetriebenen Fahrzeug aufgestellt. Mit einem Hyundai Nexo legte Piccard 778 Kilometer mit einer einzigen Tankfüllung zurück – von der FaHyence-Wasserstoffstation in Sarreguemines in der Mosel-Region Grand Est bis zum Musee de l’Air et de l’Espace in Le Bourget nordöstlich von Paris.

Bei seiner Ankunft stehen laut Bordcomputer noch weitere 49 Kilometer Reichweite zur Verfügung, teilt Hyundai mit. Piccard, der die erste Weltumrundung in einem Ballon sowie in einem Solarflugzeug geschafft hatte, konnte auf seiner Weltrekordtour zahlreiche prominente Passagiere im Hyundai Nexo auf dem Beifahrersitz begrüßen: So nahm Fürst Albert von Monaco ebenso Platz wie Großherzog Henri von Luxemburg oder Bruno Le Maire, der Minister für Wirtschaft und Finanzen in Frankreich.

Neuer Lkw mit Brennstoffzelle

(TRD/MID)  Von einem „Brummi“ kann keine Rede mehr sein bei einem Lkw mit Brennstoffzelle. Denn der elektrisch angetriebene Lastwagen brummt ja nicht. Wasserstoff-Pionier Toyota entwickelt nun mit dem Nutzfahrzeugspezialisten Hino Motors einen schweren Truck mit hoher Reichweite. 600 Kilometer soll das Fahrzeug mit einer Tankfüllung zurücklegen können.

Die technische Basis liefert das Antriebssystem aus dem Toyota Mirai. Das Fahrgestell wurde speziell für den Einsatz als Brennstoffzellenfahrzeug angepasst, umfassende Gewichteinsparungen ermöglichen eine hohe Ladekapazität. Durch zwei Brennstoffzellen-Stacks, die bereits für die nächste Generation des Toyota Mirai entwickelt wurden, ist die Reichweite so hoch.

Im Fahrbetrieb wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt, die einen Elektromotor antreibt. Als Emission entsteht lokal nur Wasserdampf. Ist der Tank leer, lassen sich die Wasserstoffbehälter binnen weniger Minuten wieder auffüllen. „Der Brennstoffzellen-Lkw erfüllt sowohl die Anforderungen an Umweltverträglichkeit als auch an Nutzbarkeit“, teilt Toyota mit.

Toyota und Hino forschen bereits seit mehr als 15 Jahren an der Brennstoffzellentechnologie und sehen in Wasserstoff eine wichtige Energiequelle der Zukunft. Schon 2003 haben die beiden Unternehmen gemeinsam einen Brennstoffzellenbus entwickelt und getestet. In Zukunft will man die Partnerschaft noch weiter vertiefen und die Bemühungen um die Verwirklichung einer Wasserstoffgesellschaft beschleunigen.

Sechseinhalb Mal zum Mond mit Wasserstoff

(TRD/MID) Die Fahrdienst-Firma Clevershuttle ist seit einiger Zeit mit Wasserstoff-Autos von Toyota unterwegs. Fünf Millionen Kilometer sind zurückgelegt – umgerechnet sechseinhalb Mal zum Mond und zurück. Allerdings dauerte die Reise zweieinhalb Jahre. Gestartet wurde die Kooperation im September 2017 mit zunächst 20 Toyota Mirai in Hamburg.

Im weiteren Verlauf wurde die Flotte an mehreren Standorten auf bis zu 45 Fahrzeugen ausgebaut. Clevershuttle hat somit die meistgenutzte Mirai-Flotte der Welt im Einsatz. Das Unternehmen kombiniert den individuellen Chauffeur-Dienst mit umweltfreundlichen und bezahlbaren Fahrgemeinschaften zwischen Fahrgästen, heißt es.

Gebucht wird per App, die Kunden werden am gewünschten Ort abgeholt und zum gewünschten Ziel gefahren. Durch die Bündelung von Fahrgästen mit ähnlichen Routen sorgt der Fahrdienst für günstige Preise, die bis zu 40 Prozent unter den üblichen Beförderungspreisen konventioneller Taxis liegen sollen.

„Die Erfahrungen nach fünf Millionen gefahrenen Kilometern zeigen, dass Brennstoffzellen-Fahrzeuge bereits heute vollkommen alltagstauglich sind“, sagt Ferry M. M. Franz, Direktor Toyota Motor Europe. Keinerlei technische Defekte und die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle mit Spitzenlaufleistungen von nahezu 200.000 Kilometern je Fahrzeug würden belegen, dass auch die Dauerhaltbarkeit zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sei.

 

Toyota Delegation
Eine Delegation der Forschungsgruppe Verkehrstelematik (FGVT) der Fakultät für Ingenieurswissenschaften nimmt den Mirai in der Autowelt Saarbrücken in Empfang. © Toyota / trd mobil

Berliner Shuttle setzt auf Wasserstoff

(TRD/MID)  Das Unternehmen CleverShuttle hat in die Berliner Flotte 25 Brennstoffzellen-Fahrzeuge des Herstellers Hyundai aufgenommen. CleverShuttle gilt als erster behördlich genehmigter RidePooling-Fahrdienst in Deutschland. Der Fahrdienst basiert auf einem Geschäftsmodell, das verschiedene Fahrgäste intelligent zusammenbringt. Durch die Bündelung von Einzelfahrten und der schnellsten Route werden die Straßen entlastet und zudem Emissionen eingespart.

„Mit unserem Nexo, der bereits zweiten Generation eines Brennstoffzellenfahrzeugs, hat Hyundai eine Vorreiterrolle in dieser alternativen Technologie eingenommen“, sagt Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Deutschland. Der Einsatz als emissionsfreies Fahrzeug in der Hauptstadt sei konsequent gedacht und gebe die Richtung an, in die sich die Mobilität der Zukunft bewegt. Mit CleverShuttle habe man einen Partner, der das Thema Nachhaltigkeit lebt und uns wichtige Erfahrungen beim Alltagseinsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen liefert.

„Wir sind angetreten, um eine umweltfreundliche und bequeme Alternative zum eigenen Pkw zu bieten“, sagt Bruno Ginnuth, Chef von CleverShuttle. Technologieoffenheit ist für uns dabei das entscheidende Thema.“ Deshalb setze man bewusst auf batterieelektrische und auch auf wasserstoffelektrische Fahrzeuge. Rund 300.000 Personen buchen monatlich den Fahrdienst per App. Die Fahrer sind im Besitz des Personenbeförderungsscheines und werden intensiv geschult.

 

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Heinz Stanelle

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Das ist das Logo des TRD Pressedienst. Wir befassen uns mit Ratgeber- und Leserthemen in allen gängigen Kategorien. Herausgeber ist der Journalist Heinz Stanelle aus Kaarst bei Düsseldorf.

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