Weltauto: Italienischer Tipo-Kombi mit viel Platz

Weltauto: Italienischer Tipo-Kombi mit viel Platz
© Fiat/TRD mobil

(TRD/MID)  – Soll es einfach nur ein preiswerter Kombi der unteren Mittelklasse sein? Mit riesigem Kofferraum? Mit angemessener Motorleistung? Dann könnte der Fiat Tipo ins Beuteschema passen. Geht es ganz allein um das Preis-/Leistungsverhältnis, dann ist der Italiener im Vergleich zu VW Golf Variant, Opel Astra Sports Tourer oder Renault Mégane Grandtour und Co. ganz vorn dabei. Als „Weltauto“, das den Geschmack der Kunden rund rum den Globus treffen soll, kann man zwar kein Designfeuerwerk aber ein praktisches und anspruchsloses Auto für den Alltag erwarten.

 

FiatTipoKombi5 Innen
Kontrastreiche Instrumente und ein nach oben gesetztes Info-Display geben klare Informationen an den Fahrer weiter. © Fiat/ TRDmobil© Fiat/TRD mobil

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Unser Testwagen ist mit dem stärkeren 1,4-l-Turbobenziner ausgestattet, der es auf 120 PS bringt und den Kombi in Kombination mit der eher kurzen Übersetzung des tadellos zu schaltenden 6-Gang-Getriebes quicklebendig macht. Der Vierzylinder verrichtet seine Arbeit deutlich hörbar, wird aber erst bei sehr hohen Drehzahlen unangenehm laut. Wegen der agilen Übersetzungscharakteristik, die tendenziell zu einem höheren Verbrauch führt, ist es jedoch empfehlenswert, den Motor nicht in den höchsten Tönen jubeln zu lassen, sondern eher im höheren Gang dahinzugleiten.

Seine Trumpfkarte spielt der Tipo Kombi ohnehin aus, wenn es um das Platzangebot geht. Sowohl vorn wie hinten müssen groß gewachsene Personen nach dem Einsteigen nicht in Kauerstellung gehen. Außerdem dürfen die Passagiere jede Menge Gepäck dabei haben, denn der Kofferraum dürfte wohl einer der größten in dieser Fahrzeugklasse sein. Selbst mit nicht umgelegten Rücksitzlehnen, die asymmetrisch geteilt sind, steht schon ein Ladevolumen von 550 Litern bereit. Je nach Konfiguration beim Umlegen der Rücksitzelemente wächst der Frachtraum sogar bis auf 1650 Litern an. Praktisch: die niedrige Ladekante und die nicht zu kleinen Seitenfächer für kleinteiliges Ladegut und das großzügig dimensionierte Fach unter dem Laderaumboden.

Der Fahrer findet im Tipo einen Arbeitsplatz vor, der keine Rätsel aufgibt. Die Instrumente liefern ein klares Bild und die Bedienelemente sitzen überwiegend an der richtigen Stelle. Das Lenkrad ist axial und in der Höhe auf die persönlichen Bedürfnisse einstellbar. Der Infobildschirm tront in der Armaturenbrettmitte auf einer erhöhten Position, sodass eine kurze Augenbewegung reicht, um den Inhalt zu erfassen. Sucharbeit erfordern lediglich die Schalter für die Sitzheizung (Aufpreis 290 Euro), die die Fiat-Ingenieure etwas listig tief unten in der Mittelablage vor dem Schalthebel versteckt haben. Schade auch, dass es die Automatik-Funktion des elektrischen Fensterhebers nur für die Fahrertür gibt, und der Beifahrersitz auch gegen Aufpreis nicht mit der Höhenverstellung zu haben ist. Das Fahrverhalten des Tipo Kombi ist rundum unkritisch. Im Kurvengrenzbereich geht der Frachter spürbar untersteuernd zu Werke und vermeidet so das Ausbrechen des Hecks. Die Lenkung ist um die Mittellage bei Geradeausfahrt etwas schwammig, zeigt bei Kurven aber die nötige Präzision.

Der Testwagen in der Top-Ausstattungslinie S-Design (21.690 Euro) erfreut mit drei sinnvollen Zusatzpaketen, die das Fahren sicherer oder angenehmer machen: das S-Design Plus Paket, in dem auch Bi-Xenion Scheinwerfer enthalten sind, das Lounge Tech Paket mit hinteren Parksensoren, DAB Radio, Rückfahrkamera und Navigationssystem und das Sicherheitspaket Plus mit Notbremsassistent und adaptiver Geschwindigkeitsregelung. Das macht zusammen weniger als 3.000 Euro aus – dieses Geld ist gut angelegt. Wer mit der Basismotorisierung (95 PS) und der Grundausstattung Pop zufrieden ist, kann schon für 15.990 Euro in den Tipo Kombi einsteigen. Hochwertige Materialen im Innenraum sucht man auch in der teureren Ausstattungslinie vergeblich, lediglich die Oberfläche des Armaturenbretts wurde mit weicher Kunststoff-Struktur etwas aufgehübscht. Allerdings will der Tipo keinesfalls ein Luxusauto sein, sondern ein reelles Angebot für Kunden, denen Alltagstauglichkeit und große Transportleistung zum kleinen Preis wichtiger sind als die Leuchtkraft eines teuren Markennamens.

Redakteur: Klaus Brieter / mid/trd

Technische Daten:

Fiat Tipo Kombi 1,4 T-Jet „S-Design“

Fünftürige Kombi-Limousine der unteren Mittelklasse, Länge/Breite/Höhe in Metern: 4,57/1,79, 1,51, Leergewicht: 1.380 kg, Zuladung: 475 kg, Tankinhalt: 50 l, Kofferraumvolumen: 550 – 1.650 l, Motor: 4-Zylinder-Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung, Hubraum 1.368 cm3, Leistung: 88 kW/120 PS bei 5.000 U/min, max. Drehmoment: 215 Nm bei 2.500 U/min, 0-100 km/h: 9,8 s, Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h, 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb, Durchschnittsverbrauch: 6,0 l Super/100km, CO2-Ausstoß: 139 g/km, Preis: 21.690 Euro.

 

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