TRD Tier & Umwelt
Seit Mitte 2021 wurden in Deutschland über 5.000 Giftköder-Vorfälle gemeldet. Die Zahlen stammen aus einer aktuellen Auswertung der Hunde-Community-App Dogorama und zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Die Bedrohung für Hunde durch ausgelegte Köder nimmt nicht ab – sie verschärft sich. Besonders betroffen sind Großstädte wie Berlin, Hamburg und München, aber auch mittlere Städte wie Leipzig, Dortmund oder Braunschweig verzeichnen steigende Fallzahlen.
Berlin: Spitzenreiter mit alarmierenden Zahlen
Mit 1.336 gemeldeten Fällen seit Mitte 2021 führt Berlin die Statistik deutlich an. Allein in den letzten zwölf Monaten wurden 289 neue Vorfälle registriert. Die Hauptstadt gilt damit als gefährlichster Ort für Hunde in Deutschland. Die Täter agieren zunehmend perfider: Rasierklingen in Wurststücken, Rattengift in Nudeln oder Nägel im Fleisch – die Köder sind oft kaum zu erkennen und können für Hunde tödlich enden.
Hamburg und München: Hohe Fallzahlen in beliebten Wohnregionen
Hamburg folgt mit 850 Fällen, davon 165 im letzten Jahr. Auch München verzeichnet mit 539 Meldungen (139 davon aktuell) eine besorgniserregende Entwicklung. Beide Städte sind für ihre hohe Hundedichte bekannt, was sie zu potenziellen Zielgebieten für Täter macht. Suno-Playlist im TRD Pressedienst
Weitere betroffene Städte im Überblick
Die Dogorama-Daten zeigen, dass das Problem nicht auf einzelne Regionen beschränkt ist. Auch folgende Städte sind betroffen:
Stadt Fälle gesamt Letzte 12 Monate
Köln 506 130
Leipzig 318 75
Dortmund 245 79
Hannover 244 77
Braunschweig 218 60
Essen 213 62
Bremen 213 36
📜 Historischer Überblick: Giftköder-Vorfälle im Wandel der Zeit
Obwohl Giftköder-Attacken kein neues Phänomen sind, fehlte lange eine zentrale Erfassung. Erst mit dem Aufkommen digitaler Plattformen wie Dogorama wurde eine systematische Dokumentation möglich.
Entwicklung der Fallzahlen (basierend auf Community-Daten)
Jahr Berlin Hamburg München Köln Leipzig Weitere Städte
2021 (ab Mitte) ca. 500 ca. 300 ca. 200 ca. 180 ca. 140 Dortmund, Hannover, Bremen: jeweils 100–150
2022 +300 +250 +150 +130 +100 leichte Zunahme in mittleren Städten
2023 +289 +165 +139 +130 +75 Braunschweig, Essen, Bremen: 60–80 neue Fälle
2024 +369 +257 +143 +147 +106 weitere Städte ebenfalls betroffen
Hinweis: Die Zahlen basieren auf Nutzer-Meldungen und enthalten auch Verdachtsfälle. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet.
Die Täter agieren zunehmend raffinierter. Neben klassischen Giftstoffen wie Rattengift oder Schneckenkorn kommen auch Frostschutzmittel und Betäubungsmittel zum Einsatz. Andere Köder enthalten scharfe Gegenstände wie Rasierklingen, Schrauben oder Glasscherben, die beim Verschlucken schwere innere Verletzungen verursachen können.
Symptome und Erste Hilfe
Die Symptome einer Vergiftung sind oft schwer zu deuten und entwickeln sich rasch. Zu den ersten Warnsignalen zählen:
Plötzliche Schwäche, Zittern oder Krämpfe
Aufgeblähter, harter Bauch
Auffälliger Speichelfluss oder starkes Hecheln
Bei schweren Vergiftungen treten zusätzlich folgende Symptome auf:
Blasse Schleimhäute, Schaum vor dem Maul
Schluckbeschwerden, Würgereiz
Blutiges Erbrechen oder Durchfall
In solchen Fällen zählt jede Minute. Der sofortige Besuch einer Tierarztpraxis kann Leben retten.
Prävention und digitale Hilfe
Die Dogorama-App bietet ein bundesweites Frühwarnsystem, das auf Community-Meldungen und offiziellen Polizeiwarnungen basiert. Ein internes Verifikationssystem prüft die Echtheit der Hinweise. Mit über 850.000 Nutzer:innen hat sich die App als wichtiges Werkzeug für Hundehalter etabliert.
Tipps zum Schutz:
Echtzeit-Warnungen über Apps nutzen
Hunde trainieren, nichts vom Boden aufzunehmen
Besonders in bekannten Hotspots wachsam bleiben
Bei Verdacht sofort tierärztliche Hilfe aufsuchen
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„Ein konkretes Beispiel für KI-Musikproduktion ist das Projekt D:TON – mehr dazu in diesem Artikel.“
https://www.meine-news.de/aschaffenburg/c-multimedia/ki-musikproduktion-vertrieb-und-streaming-welche-moeglichkeiten-gibt-es-fuer-kreative_a189526
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