Facebook wird zum Seniorenheim unter den Sozialen Medien

Facebook wird zum Seniorenheim unter den Sozialen Medien
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Am stärksten fiel der Zuwachs mit 23 Prozentpunkten bei den „Silver Surfern“ ab 60 Jahren aus: Sieben von zehn Onlinern ab 60 nutzen jetzt Marc Zuckerbergs Netzwerk. DVR/TRD Technik

(TRD/CID)  Nicht erst seit gestern ist das Social Media-Verhalten stark im Wandel. Aktuell ist dies vor allem bei Facebook zu spüren. 76 Prozent der Internet-Nutzer ab 14 Jahren in Deutschland sind in dem Freunde-Netzwerk unterwegs. Ein Rekord-Zuwachs um elf Prozentpunkte innerhalb eines Jahres. Im Detail zeigt sich allerdings: Unter Teenagern verliert Facebook weiter an Boden – Zugewinne verzeichnet das Soziale Netzwerk vor allem bei Älteren. Das zeigt der aktuelle, repräsentative Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

Noch vor vier Jahren sah dies anders aus. Zu diesem Zeitpunkt war Facebook in keiner Altersgruppe beliebter als unter Teenagern – 89 Prozent der 14-19-Jährigen Onliner nutzten das Netzwerk. Von dieser Begeisterung der Jüngsten ist heute nicht mehr viel übrig. Nur noch 61 Prozent der Internet-Nutzer zwischen 14 und 19 Jahren sind auf Facebook unterwegs. Die geringste Quote in allen Altersgruppen

Kräftig zulegen konnte Facebook innerhalb eines Jahres hingegen bei den älteren Usern: In der Gruppe der 30 bis 39-Jährigen stieg die Nutzung um 16 Prozentpunkte, bei 40 bis 49-Järigen um zwölf Prozentpunkte und bei den 50 bis 59-Jährigen um 20 Prozentpunkte. Am stärksten fiel der Zuwachs mit 23 Prozentpunkten bei den „Silver Surfern“ ab 60 Jahren aus: Sieben von zehn Onlinern ab 60 nutzen jetzt Marc Zuckerbergs Netzwerk.

Nur unter den Ältesten ab 50 und 60 ist Facebook noch das beliebteste Soziale Medium. In allen anderen Altersgruppen liegt YouTube an der Spitze. Teenager nutzen darüber hinaus auch häufiger Instagram (84 Prozent) und Snapchat (82 Prozent) als Facebook. „Das Netzwerk Facebook wird mittelfristig wieder an Nutzern verlieren“, prognostiziert Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter und Social-Media-Experte des Faktenkontors. „Denn wer heute als Teenager Facebook nicht nutzt, wird als Twen kaum damit anfangen. Und auf Dauer wird Facebook den wegbrechenden Nachwuchs nicht mehr durch zusätzliche User aus älteren Zielgruppen ausgleichen können.“

Aber auch wenn das Netzwerk Facebook unter den Jüngsten „abstinkt“ – um die wertvollen Daten der Teenies muss sich das Unternehmen Facebook keine Sorgen machen. Die bekommt es über den konzernzugehörigen Messenger-Dienst WhatsApp, der von 98 Prozent der 14 bis 19-jährigen Onliner genutzt wird.

 

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TRD Redaktionsbüro

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