Wenn Tabletten schlapp machen

TRD Pressedienst Gesundheit & Inspiration – April 2026

Viele Menschen nehmen täglich Medikamente ein – gegen Schmerzen, Bluthochdruck, Infekte, Allergien oder psychische Belastungen. Was viele nicht wissen: Zahlreiche Arzneimittel können Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder sogar Schlafstörungen verursachen, selbst wenn der eigentliche Zweck ein ganz anderer ist. Eine fachkundige Beratung kann hier entscheidend sein, um unnötige Nebenwirkungen zu vermeiden.

Warum Müdigkeit so häufig als Nebenwirkung auftritt
Der menschliche Körper reagiert empfindlich auf Veränderungen im Elektrolyt‑ und Flüssigkeitshaushalt. Besonders Kaliumschwankungen – sowohl zu viel als auch zu wenig – können starke Müdigkeit, Muskelschwäche oder Kreislaufprobleme auslösen.

Foto: Microsoft Bing/TRD Pressedienst

Betroffen sind vor allem Menschen, die:

Diuretika (Entwässerungsmittel) einnehmen

Abführmittel zu hoch dosieren oder zu häufig verwenden

zu wenig trinken oder durch Krankheit Flüssigkeit verlieren

In solchen Fällen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, ebenso wie eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte. Auch Blutdrucksenker können den Kreislauf dämpfen und ein Gefühl von Schlappheit hervorrufen. Viele Betroffene interpretieren das fälschlicherweise als „normale Erschöpfung“, obwohl es eine klare Nebenwirkung sein kann.

Wenn Medikamente wachhalten statt müde machen
Nicht nur Müdigkeit, auch Schlaflosigkeit kann durch Arzneimittel ausgelöst werden. Ein bekanntes Beispiel ist Pseudoephedrin, ein Wirkstoff in vielen Erkältungs‑ und Grippemitteln. Er befreit die Nase, wirkt aber gleichzeitig anregend – und kann den Schlaf empfindlich stören, wenn er zu spät am Tag eingenommen wird.

Auch bei Psychopharmaka spielt der Einnahmezeitpunkt eine wichtige Rolle:

Venlafaxin wirkt eher aktivierend und sollte morgens eingenommen werden

Mirtazapin wirkt beruhigend und wird bevorzugt abends verordnet

Viele Patientinnen und Patienten wissen das nicht – und leiden unnötig unter Schlafproblemen.

Warum Beratung heute wichtiger ist als je zuvor
Mit der wachsenden Zahl an Medikamenten, Selbstmedikation und Online‑Bestellungen steigt das Risiko für Fehlanwendungen. Apothekerinnen und Apotheker betonen deshalb:

👉 Ein kurzes Beratungsgespräch kann verhindern, dass man wegen einer Nebenwirkung ein weiteres Medikament einnimmt.

Das schützt vor Wechselwirkungen, spart Geld und entlastet den Körper.

Fazit
Müdigkeit, Schlaflosigkeit oder Antriebslosigkeit müssen nicht immer von der Erkrankung selbst kommen. Oft steckt eine falsch gewählte Uhrzeit, eine zu hohe Dosis oder eine unerwartete Nebenwirkung dahinter. Wer Medikamente einnimmt, sollte sich deshalb regelmäßig beraten lassen – in der Arztpraxis oder in der Apotheke. So lassen sich viele Beschwerden vermeiden, bevor sie entstehen.

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