(TRD/WID‑en) Bei der Förderung von Erdöl wird offenbar deutlich mehr Methan freigesetzt als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die erstmals zusätzliche Einflussfaktoren systematisch berücksichtigt. Methan gilt nach Kohlendioxid als zweitwichtigstes Treibhausgas und trägt erheblich zur globalen Erwärmung bei.
„In einem Ölreservoir befindet sich oberhalb des Öls eine Gasphase mit einem Methananteil von 50 bis 85 Prozent. Wird das Öl an die Oberfläche gepumpt, entweicht ein Teil dieses Gases“, erläutert Lena Höglund‑Isaksson vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA). In den USA werde Methan an vielen Förderstätten teilweise aufgefangen oder kontrolliert abgefackelt, sodass nur geringe Mengen in die Atmosphäre gelangen. In anderen Förderländern sei der unkontrollierte Ausstoß jedoch deutlich höher.
Frühere globale Schätzungen hatten diesen Mechanismus nur unzureichend berücksichtigt. Die nun vorgelegte Studie, veröffentlicht im Fachjournal Environmental Research Letters, kombiniert Länderprofile aus mehr als 100 Staaten mit Satellitendaten über einen Zeitraum von 32 Jahren. Die Auswertung zeigt, dass insbesondere in den 1980er‑Jahren die weltweiten Methanemissionen aus der Öl‑ und Gasförderung nahezu doppelt so hoch lagen wie bisher angenommen.
Höglund‑Isaksson betont, dass die Genauigkeit solcher Schätzungen stark von der Qualität der verfügbaren Daten abhängt. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Messnetzwerken und der Öl‑ und Gasindustrie könne künftig zu präziseren Emissionsinventaren beitragen. Die neuen Erkenntnisse sollen helfen, Methanemissionen besser zu erfassen und langfristig wirksamer zu reduzieren.
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