Wohneigentum spielt in Deutschland eine zentrale Rolle für die private Vermögensbildung und die Altersvorsorge. Zahlreiche Studien zeigen, dass Eigentümerhaushalte im Durchschnitt über ein deutlich höheres Vermögen verfügen als Mieter. Der wichtigste Faktor ist dabei die selbstgenutzte Immobilie, die über Jahrzehnte hinweg wie eine Art „Zwangssparanlage“ wirkt. Während Mieter ihre monatlichen Zahlungen ausschließlich für die Nutzung einer Wohnung aufbringen, fließen die Tilgungsraten bei Eigentümern direkt in den Aufbau von Sachvermögen.
Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft liegt das durchschnittliche Sachvermögen von Eigentümerhaushalten bei über einer halben Million Euro, während Mieterhaushalte nur einen Bruchteil davon erreichen. Auch beim Geldvermögen zeigen sich Unterschiede: Eigentümer sparen tendenziell mehr und verfügen über höhere Rücklagen. Im Ergebnis ergibt sich ein Vermögensvorsprung, der sich besonders im Alter bemerkbar macht. Wer im Ruhestand mietfrei wohnt, hat geringere laufende Kosten und ist weniger abhängig von der Höhe der gesetzlichen Rente.
Für viele Haushalte bleibt der Erwerb von Wohneigentum jedoch eine Herausforderung. Hohe Immobilienpreise und steigende Finanzierungskosten erschweren den Zugang, insbesondere für junge Familien und Durchschnittsverdiener. Zudem sind regionale Unterschiede erheblich: Während in Ballungsräumen die Einstiegshürden besonders hoch sind, bieten ländliche Regionen teilweise noch erschwinglichere Möglichkeiten.
Dennoch gilt: Wohneigentum ist ein zentraler Vermögensmotor und reduziert das Risiko von Altersarmut deutlich. Die gesetzliche Rente allein reicht in vielen Fällen nicht aus, um den Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. Eigentum schafft hier eine zusätzliche Sicherheit und stärkt die finanzielle Unabhängigkeit. Playlist: D:TON
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