Kleine Ursache, verheerende Wirkung: Wenn im Frühjahr und Sommer die Reviere der Marder neu aufgeteilt werden, mutiert der Motorraum von parkenden Autos regelmäßig zum Schauplatz aggressiver Beißattacken. Im aktuellen Jahr 2026 stellt dieser tierische Vandalismus Autofahrer und Werkstätten vor immer größere Herausforderungen. Das Hauptproblem liegt in der Natur der Schäden: Die nadelspitzen Zähne der Nager hinterlassen in Schläuchen und Isolierungen oft nur winzige, stecknadelgroße Einstiche. Solche Beschädigungen bleiben bei einer flüchtigen Sichtkontrolle meist völlig unentdeckt und entwickeln sich erst während der Fahrt schleichend zu einem handfesten Sicherheitsrisiko oder einer kostspieligen Pannenfalle.
Besonders drastisch hat sich die Situation im Jahr 2026 durch den rasant gestiegenen Anteil von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden verschärft. Während beim klassischen Verbrenner meist „nur“ Zündkabel oder Kühlwasserschläuche für wenige hundert Euro getauscht werden müssen, treffen Marder bei modernen E-Autos auf die aufwendig geführten, dicken Hochvoltkabel. Aus Sicherheitsgründen dürfen diese orangefarbenen Leitungen bei einer Beschädigung der Isolierung niemals repariert oder geflickt werden – der gesamte Kabelsatz muss komplett ausgetauscht werden. Die Reparaturkosten in der Fachwerkstatt schnellen dadurch im Jahr 2026 extrem leicht in den vierstelligen Bereich und können bei älteren Elektroautos sogar zum wirtschaftlichen Totalschaden führen.
Umso wichtiger ist für Autofahrer im Jahr 2026 der richtige Versicherungsschutz sowie eine effektive Abwehr. In der Kfz-Versicherung greift bei Tierbissen grundsätzlich die Teilkasko. Verbraucher sollten jedoch unbedingt prüfen, ob ihre Police auch die sogenannten Folgeschäden in ausreichender Höhe abdeckt. Denn ein unentdeckter Biss in den Kühlschlauch führt schnell zu Motorüberhitzung und Motorschaden – und genau diese teuren Folgekosten sind in günstigen Tarifen oft ausgeschlossen. Zur aktiven Abwehr haben sich im Jahr 2026 kombinierte Elektroschock- und Ultraschallgeräte nach dem Weidezaun-Prinzip als wirksamste Methode erwiesen, da sich die anpassungsfähigen Tiere an reine Gerüche wie Mottenkugeln oder Hundehaare viel zu schnell gewöhnen.
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