TRD‑Pressedienst – Vorsorge und Versorgung
(TRD/BNP) – Mit Beginn der Garten‑ und Urlaubssaison steigt auch die Aktivität von Zecken. Die kleinen Spinnentiere können für den Menschen gefährlich werden, denn sie übertragen die Frühsommer‑Meningoenzephalitis (FSME) sowie Borreliose. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert‑Koch‑Institut empfiehlt eine FSME‑Impfung für alle Personen, die beruflich oder privat in Risikogebieten unterwegs sind – etwa beim Campen, Wandern oder Beerenpflücken.
KI-Produktion: TRD Soundwork
Einfacher Schutz im Alltag
Mehrere Vorsichtsmaßnahmen senken das Risiko eines Zeckenstichs deutlich:
Dichtes Unterholz meiden und auf den Wegen bleiben.
Geschlossene Kleidung tragen, idealerweise lange Hosen und feste Schuhe.
Anti‑Insekten‑Mittel auf Haut und Kleidung auftragen – sie wirken jedoch nur begrenzt.
Regelmäßig kontrollieren: Alle zwei Stunden sowie nach dem Aufenthalt im Wald Kleidung und Körper gründlich absuchen.
Typische Stellen: Haaransatz, Kniekehlen, Ellenbeugen und Hautfalten.
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Richtige Entfernung reduziert Borreliose‑Risiko
Hat sich eine Zecke festgebissen, sollte sie möglichst schnell und mit wenig Druck entfernt werden – am besten mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte.
Der Grund: Die Übertragung von Borrelien erfolgt meist erst nach mehreren Stunden. Eine rasche Entfernung senkt das Infektionsrisiko deutlich.
Bei FSME ist die Lage anders: Die Viren sitzen in den Speicheldrüsen der Zecke und werden sofort übertragen. Hier schützt ausschließlich eine vorbeugende Impfung.
Gesichtslähmung als mögliches Warnsignal
Borreliose kann sich an Nerven und Gelenken bemerkbar machen. Besonders bei Kindern kann eine einseitige oder beidseitige Gesichtslähmung (Fazialsparese) ein Hinweis auf eine Infektion sein.
„Bei Lähmungserscheinungen im Gesicht sollten Eltern mit ihrem Kind immer den Kinder‑ und Jugendarzt aufsuchen“, betont Dr. Fegeler, Bundessprecher des Berufsverbands der Kinder‑ und Jugendärzte. Wird Borreliose diagnostiziert, erfolgt die Behandlung mit Antibiotika.
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