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Wie Energie im Knappheitsfall intelligent rationiert werden kann

Kraftwerk für die Stromerzeugung

Kraftwerk für die Stromerzeugung. Quelle: stockpack adobe / trd Energie

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TRD Wirtschaft und Energie – Tagesaktuelle Zusammenfassung

(TRD/BNP)) Die Frage, wie Deutschland und die EU im Falle einer Energieknappheit Versorgungssicherheit gewährleisten können, bleibt hochaktuell. Eine Kurzstudie der RWTH Aachen liefert neue Impulse für die Diskussion um Gasverstromung, Kraftwerksstrategien und die volkswirtschaftlichen Folgen unterschiedlicher Maßnahmen.

Die Forschenden der Lehrstühle für Energiesystemökonomik sowie Übertragungsnetze und Energiewirtschaft kommen zu dem Ergebnis, dass der Stromsektor seinen durchschnittlichen Erdgasverbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren kann, ohne dass größere Stromabschaltungen oder nennenswerte volkswirtschaftliche Schäden entstehen. In diesem Szenario würde der notwendige Stromverzicht lediglich rund 0,1 Prozent des EU‑Stromverbrauchs ausmachen.

Ab einer Reduktion von 40 Prozent verschärft sich die Lage jedoch deutlich: Der Stromverzicht steigt auf 37,8 TWh, die volkswirtschaftlichen Kosten auf rund 77,8 Milliarden Euro jährlich. Die Wissenschaftler betonen, dass eine solche Einsparung nur möglich wäre, wenn der Stromverbrauch im Knappheitsfall gezielt und volkswirtschaftlich optimiert rationiert wird.

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Gleichzeitig zeigt die Studie, dass eine temporäre Verzögerung der geplanten Abschaltung von Kohlekraftwerken die negativen Effekte deutlich abmildern könnte. Im 40‑Prozent‑Szenario ließen sich die volkswirtschaftlichen Kosten um etwa zwei Drittel reduzieren. Bei einer 30‑prozentigen Gasreduktion würden sie sogar vollständig kompensiert.

Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten europäischen Gasversorgung relevant. Die Bundesregierung hält am Notfallplan Gas fest, während Energieversorger und Industrie auf flexible Übergangsstrategien drängen. Auch die Diskussion über die Rolle von Kohle- und Gaskraftwerken im künftigen Energiemix bleibt dynamisch.

Parallel dazu sorgt die europäische Verkehrspolitik für politische Spannungen. Während EU‑Parlament und mehrere Mitgliedstaaten ein Verbot neuer Verbrennungsmotoren ab 2035 unterstützen, sprechen sich andere Länder – darunter Italien, Bulgarien und Portugal – für eine Verschiebung auf 2040 aus. In Deutschland plädiert die FDP für eine Öffnung zugunsten E‑Fuels, während SPD und Grüne am EU‑Kurs festhalten.

Auch im Gebäudesektor bleibt die Energiewende ein zentrales Thema. Investitionen in Wärmepumpen und erneuerbare Heizsysteme stehen im Fokus, begleitet von Diskussionen über Strompreise, Netzstabilität und die Integration fluktuierender erneuerbarer Energien.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Energiepolitik, Versorgungssicherheit und Klimaschutz weiterhin eng miteinander verflochten sind. Wissenschaftliche Analysen wie die der RWTH Aachen liefern dabei wichtige Entscheidungsgrundlagen für Politik, Wirtschaft und Verbraucher.

© TRD Pressedienst Wirtschaft und Soziales

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