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TRD Verbraucherrecht – Kreditkartenbetrug im Internet: So schützen sich Verbraucher und holen ihr Geld zurück

Kreditkarte

Foto: Björn Wylezich on Adobe Stock

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Der digitale Zahlungsverkehr boomt – und mit ihm die Zahl der Betrugsfälle. Laut einer Analyse des Bankensoftware-Spezialisten Tietoevry stieg der Kreditkartenbetrug im Internet 2024 um 43 Prozent. Besonders alarmierend: Phishing-Angriffe nahmen um 77 Prozent zu, Social-Engineering-Betrug sogar um 156 Prozent. In Deutschland waren laut Umfrage 24 Prozent der Verbraucher in den letzten zwölf Monaten Opfer von Online-Betrug, 15 Prozent davon durch Kreditkartenmissbrauch.

Die Täter agieren zunehmend professionell. Sie nutzen Datenlecks, manipulierte Webseiten und gefälschte E-Mails, um an sensible Zahlungsdaten zu gelangen. Besonders perfide: Der Schaden entsteht oft unbemerkt – durch kleine Testbuchungen oder Abbuchungen aus dem Ausland.

Doch Verbraucher sind nicht schutzlos. Die aktuelle Rechtsprechung stärkt ihre Position deutlich. Der Bundesgerichtshof (BGH) und der Europäische Gerichtshof (EuGH) stellen klar: Nicht autorisierte Kreditkartenzahlungen müssen von der Bank erstattet werden – insbesondere, wenn keine Zwei-Faktor-Authentifizierung erfolgte. Die Beweislast für grobe Fahrlässigkeit liegt bei der Bank (§§ 675u, 675v, 675w BGB).

Auch bei Datenlecks sind die Chancen auf Schadensersatz gestiegen. Der EuGH entschied, dass bereits die berechtigte Angst vor Missbrauch einen Anspruch nach Art. 82 DSGVO begründen kann. Der BGH bestätigte, dass ein kurzfristiger Kontrollverlust über persönliche Daten ausreicht, um immateriellen Schadensersatz geltend zu machen.

Was ist im Ernstfall zu tun? Karte sofort sperren, unberechtigte Zahlungen reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten und alle Unterlagen sichern. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer bietet Betroffenen eine kostenlose Ersteinschätzung im Kreditkartenbetrug-Online-Check und setzt Ansprüche konsequent durch – auch gegenüber Banken, Zahlungsdienstleistern und Onlinehändlern.

Fazit: Wer schnell handelt und seine Rechte kennt, kann sich gegen Kreditkartenbetrug effektiv wehren – und sein Geld zurückholen.

Was ist Social Engineering?
Beim Social Engineering täuschen Angreifer gezielt Identitäten und Absichten vor. Sie geben sich etwa als Bankmitarbeiter, IT-Techniker oder Vertreter bekannter Unternehmen aus, um das Vertrauen des Opfers zu gewinnen. Typische Methoden sind:

Vishing: Telefonbetrug, bei dem Täter sich als Support-Mitarbeiter ausgeben.

Smishing: Gefälschte SMS mit Links zu betrügerischen Webseiten.

Phishing: E-Mails, die zur Eingabe von Zugangsdaten auf Fake-Seiten verleiten.

Spear Phishing: Persönlich zugeschnittene Nachrichten, oft mit Insiderwissen.

Whaling: Angriffe auf Führungskräfte mit täuschend echter Geschäftskommunikation.

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