Fernseher, Smartphones, Haushaltsgeräte und andere technische Produkte werden zunehmend schneller durch neue Modelle ersetzt. Während Waschmaschinen vor einigen Jahrzehnten noch über 20 Jahre hielten, sind diese Zeiten nun vorbei. Die Gründe dafür sind vielfältig.
(TRD/WID) Konsumenten werden entweder durch neues Design zum Kauf verleitet oder die Geräte zeigen bereits nach wenigen Jahren Mängel. Die Zeitschrift „Öko“ berichtet, dass moderne Flachbildfernseher in deutschen Haushalten nach fünf bis sechs Jahren durch neue ersetzt werden. Das Öko-Institut untersucht unter dem Begriff „Obsoleszenz“ die verkürzte Lebens- und Nutzungsdauer von Elektro- und Elektronikgeräten in einer Studie für das Umweltbundesamt.
„Die hohe Austauschrate bei Fernsehern lässt sich vor allem durch die psychologische Obsoleszenz erklären“, so Siddharth Prakash, Wissenschaftler am Öko-Institut und Leiter der Studie. Mehr als 60 Prozent der funktionierenden Flachbildfernseher wurden 2012 ersetzt, weil Verbraucher ein besseres Gerät wünschten, motiviert durch bessere Ausstattung, neue Funktionen und sinkende Preise. Bei Haushaltsgroßgeräten liegt die durchschnittliche Erst-Nutzungsdauer bei etwa 13 Jahren. Allerdings hat sich der Anteil der Geräte, die innerhalb der ersten fünf Jahre aufgrund von Defekten ersetzt wurden, signifikant erhöht – von 3,5 auf 8,3 Prozent in sechs Jahren. „Technische Defekte sind bei Haushaltsgroßgeräten der Hauptgrund für den Austausch“, sagt Prakash. Die durchschnittliche Erst-Nutzungsdauer ist jedoch immer noch relativ hoch; Waschmaschinen erreichten 2012/2013 eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 11,9 Jahren. Besorgniserregend ist jedoch die Zunahme von Defekten in den ersten Jahren der Nutzung.
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Die immer kürzere Nutzung von technischen Geräten ruft Umweltschützer auf den Plan, denn die Entwicklung wirkt sich negativ auf Umwelt und Ressourcenverbrauch aus. „Wir sehen bei langlebigen Produkten geringere Umweltauswirkungen“, sagt Prakash. So verursache zum Beispiel eine langlebigere Waschmaschine 700 Kilogramm bis eine Tonne weniger Treibhausgasemissionen als eine kurzlebige. Bei Fernsehern seien es 600 Kilogramm und bei Notebooks immerhin noch 300 Kilogramm Treibhausgase, die durch ein langlebiges Gerät eingespart werden könnten. Zusätzlich gingen durch eine kürzere Lebens- und Nutzungsdauer von Elektro- und Elektronikgeräten zahlreiche darin enthaltene Rohstoffe zu einem großen Teil verloren.
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Quelle: Youtube