Bank, Telefonbetrug, Corona und Finanzen

So steht es um die Commerzbank

(TRD/WID) Für die Commerzbank verlief 2019 wesentlich schlechter als das Jahr zuvor. Der Gewinn des Konzerns fiel um ein Viertel auf 644 Millionen Euro, wie das Geldhaus mitteilte – 221 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. 2018 lag der Gewinn unterm Strich noch bei 865 Millionen Euro.

Lichtblick: Die Bank machte mehr Umsatz. Das operative Ergebnis sei um rund ein Prozent auf knapp 1,26 Milliarden Euro gestiegen, heißt es. Auch die Erträge legten leicht zu auf 8,64 (Vorjahr: 8,57) Milliarden Euro. Experten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet: Von der Bank selbst befragte Analysten erwarteten im Schnitt Erträge von 8,58 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 586 Millionen Euro.

Commerzbank-Chef Martin Zielke erklärte, die Bank komme beim Konzernumbau schneller voran als erwartet. „Das stimmt mich optimistischer, als ich es im vergangenen Herbst war.“

Rente+Bank
„Können Sie mir bitte Ihre Kontonummer nennen?“ Das ist ein Satz, der sofort die Alarmglocken ertönen lassen muss. Denn der Anrufer verspricht meist einen Gewinn, etwa eine Reise im Wert von 500 Euro – doch die ist an ein Zeitschriften-Abo gekoppelt.© blickpixel / pixabay.com /TRD Wirtschaft und Soziales

Auflegen ist bei „Unsicherheit“ immer die beste Option

„Können Sie mir bitte Ihre IBAN nennen?“

Telefon-Jockeys bei der Arbeit

(TRD/WID) Dreist, dreister, Telefonbetrüger: Sanfte Zurückhaltung zeichnet Kriminelle nicht aus, die ihre Mitmenschen um ihr Geld erleichtern wollen. Wenn das per Telefon vonstatten gehen soll, sind miese Tricks an der Tagesordnung.

Stromanbieter, Gewinnspiele und falsche Polizisten – Telefonbetrüger versuchen mit einer Vielzahl von Tricks, ahnungslose Gesprächspartner um ihr Hab und Gut zu bringen. Aufmerksame Angerufene können jedoch schnell erkennen, ob sie betrogen werden sollen. Experte Thomas Wrobel von Clever Dialer weiß, was nur Telefonbetrüger fragen.

„Können Sie mir bitte Ihre Kontonummer nennen?“ Das ist ein Satz, der sofort die Alarmglocken ertönen lassen muss. Denn der Anrufer verspricht meist einen Gewinn, etwa eine Reise im Wert von 500 Euro – doch die ist an ein Zeitschriften-Abo gekoppelt. Und dafür wird natürlich die Bankverbindung benötigt. Alles Betrug, den Gewinn gibt es nicht, die Betrogenen bleiben auf dem Abonnement sitzen.

Ob Gewinnspiel-Sieger oder Lottoausschüttung – Telefonbetrüger locken häufig mit attraktiven Belohnungen. „Allerdings hat das große Glück häufig einen Haken“, so Wrobel. „Die Anrufer versuchen ihre Gesprächspartner dazu zu bringen, eine bestimmte Geldsumme auf ein Bankkonto zu überweisen.“ Diese Forderung werde oft mit einer Bearbeitungsgebühr für die Ausschüttung des vermeintlichen Gewinns begründet.

Auch in Zusammenhang mit einem angeblich günstigen Stromtarif ist bei der Weitergabe persönlicher Daten am Telefon Vorsicht geboten. Denn diese Angaben können verwendet werden, um falsche Verträge in dem Namen der Angerufenen zu erstellen oder um Betrüger mit den privaten Informationen zu versorgen.

Oft gaukeln Kriminelle am Telefon einen Notfall vor, weswegen dringend Wertgegenstände in Sicherheit gebracht werden müssten. Sie geben sich als Polizisten aus und behaupten, dass sich ein Verbrecher in der Nachbarschaft aufhielte. Um einen Diebstahl zu verhindern, werde ein Bote klingeln und Wertgegenstände in Sicherheit bringen. Wrobel: „In Wahrheit jedoch ist die angebliche Notsituation frei erfunden und die abgegebenen Objekte wandern direkt in die Hände der Telefonbetrüger.“

Der Experte rät:

– Bei Unsicherheit, ob der eingegangene Anruf seriös ist, ist immer Auflegen die beste Option.

– Hinweise für unseriöse Anrufe sind die Aufforderung, persönliche Daten, wie auch die eigenen Bankdaten, preiszugeben oder etwa Vorab-Überweisungen zu tätigen.

– Sobald ein zunächst gefühlt seriöses Gespräch damit endet, dass ein Bote angekündigt wird, sollte es sofort abgebrochen werden.

 

So will die Deutsche Bank aus der Krise kommen

(TRD/WID) Für die Deutsche Bank war 2019 ein Horror-Jahr. Mit einem Jahresverlust von 5,7 Milliarden Euro schneidet die Bank sogar noch schlechter ab, als von Analysten prognostiziert.

Trotz des deutlichen Verlustes sieht Bankchef Christian Sewing das Institut aber auf dem Weg in eine bessere Zukunft. Er will die Bank zu einer weniger schwankungsanfälligen Privat- und Firmenkundenbank ausrichten, das teure Investmentbanking soll zurückgedrängt werden. „Die Stabilisierung der Erträge im zweiten Halbjahr 2019 und unsere konsequente Kostendisziplin führten zu einem besseren operativen Ergebnis als 2018“, erklärte Sewing.

Von zentraler Bedeutung wird sein, ob die Bank ihre Kosten in den Griff bekommt. Hier gab es erste Anzeichen der Besserung. Bereinigt um Sondereffekte wurden 21,5 Milliarden Euro ausgewiesen, was im Einklang mit Sewings Zielen steht.

Inklusive der Kosten für den Umbau standen etwas mehr als 25 Milliarden Euro in den Büchern. Demgegenüber standen Erträge von 23,2 Milliarden Euro, ein Rückgang im Jahresvergleich von acht Prozent. Bereinigt um Sondereffekte waren die Erträge aber stabil.

Die Vorstände der Deutschen Bank kassieren für das abgelaufene Jahr nur noch halb so hohe Bonuszahlungen wie für 2018. Der Bonustopf liege bei etwas mehr als 13 Millionen Euro, sagte ein Sprecher der Bank und bestätigte damit einen Vorabbericht des „Handelsblatts“.

Im Ausblick zeigt sich Sewing zuversichtlich. Zwar werde noch einiges an Arbeit nötig sein, aber wenn der Umbau so konsequent weitergehe wie in den letzten sechs Monaten, blicke er zuversichtlich auf 2020. Die Marktposition solle nicht nur verteidigt, sondern sogar ausgebaut werden, so der Firmenchef in einem Brief an die über 87.000 Mitarbeiter. Zudem seien 70 Prozent der zu erwartenden Umbaukosten bereits verarbeitet.

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Herausgeber: Heinz Stanelle. bietet ständig Ratgeber- und Leserservice für Medienprofis mit Pressedienst, Materndienst und Onlinedienst sowie Dokumentation und Erfolgskontrolle.
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