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Gruppendynamisch auf Kollisionskurs – Junge Fahrer im Fokus der Verkehrssicherheit

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Je häufiger junge Fahrer riskantes Verhalten bei Freunden beobachten, desto eher übernehmen sie es selbst. Foto:: fotoak80 on Adobe Stock

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(TRD-MOBIL) Statistiken belegen es schwarz auf weiß: Junge Kraftfahrer haben mit Abstand das höchste Unfallrisiko. Laut Deutscher Verkehrswacht sind die häufigsten Ursachen nicht angepasste Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand sowie Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Auch Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer spielen eine besorgniserregende Rolle.

Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zeigt: Das riskante Fahrverhalten junger Menschen wird massiv durch Gleichaltrige – die sogenannte Peer-Gruppe – beeinflusst. Für ihre Analyse konzentrierte sich die Behörde auf drei besonders häufige Risikoverhaltensweisen:

Speeding – Fahren mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit

Drink and Drive – Alkohol am Steuer

Texting – Handybenutzung während der Fahrt

Das Ergebnis: Rund ein Drittel des jeweiligen Risikoverhaltens lässt sich direkt auf den Einfluss der Peer-Gruppe zurückführen. Je häufiger junge Fahrer riskantes Verhalten bei Freunden beobachten, desto eher übernehmen sie es selbst. Verstärkt wird diese Dynamik durch eine übersteigerte Selbsteinschätzung der eigenen Fahrfähigkeiten.

🛡️ Neue Maßnahmen zur Verkehrssicherheit
Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt die BASt, Verkehrssicherheitsberatung und -erziehung künftig stärker auf das soziale Umfeld junger Fahrer auszurichten. Ergänzend dazu setzen Experten auf folgende Maßnahmen:

Begleitetes Fahren ab 17 (BF17): Frühzeitige Fahrpraxis unter Aufsicht senkt das Unfallrisiko.

Verlängerte Probezeit: Eine Ausweitung auf drei Jahre fördert nachhaltiges Lernverhalten.

Alkoholverbot bis 24 Jahre: Eine präventive Maßnahme gegen „Drink and Drive“.

Aufbauseminare (ASF) und Fahreignungsseminare (FES): Für auffällige Fahranfänger zur Verhaltenskorrektur.

Peer-basierte Präventionskampagnen: Humorvolle und interaktive Formate wie „Sei nicht dumm!“ oder „NO GAME. SICHER FAHREN – SICHER LEBEN“ sprechen junge Menschen direkt an.

Virtuelle Fahrsimulationen: Digitale Trainings helfen, kritische Situationen gefahrlos zu üben.

Regionale Unfallprävention: Projekte wie „Sicher in meiner Region“ nutzen lokale Unfallstatistiken zur gezielten Aufklärung.

Niesen und Autofahren gleichzeitig – keine gute Kombination. Der Autofahrer ist abgelenkt und nicht auf den Verkehr konzentriert. © ATU / TRD mobil

📣 Fazit
Die Verkehrssicherheit junger Fahrer lässt sich nur verbessern, wenn man ihre Lebensrealität und sozialen Einflüsse ernst nimmt. Prävention muss nicht nur aufklären, sondern auch emotional erreichen – am besten dort, wo junge Menschen sich bewegen: in ihrer Peer-Gruppe. Playlist: D:TON

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