TRD Pressedienst – Wirtschaft & Handel
Jüchen, 18. November 2025 – Die Polo Motorrad und Sportswear GmbH hat beim Amtsgericht Mönchengladbach ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Damit soll die geordnete Fortführung des Unternehmens unter Insolvenzrechtsschutz ermöglicht und eine langfristige Sanierung eingeleitet werden.
Der Geschäftsbetrieb in Jüchen sowie in allen deutschen Filialen läuft regulär weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 700 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Januar 2026 gesichert.
Als Grund für den Antrag nennt Polo die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage. Trotz stabiler Umsätze belaste eine branchenweite Kaufzurückhaltung die Liquidität. CEO Andrew Thorndike erklärte, das gerichtliche Verfahren sei notwendig, um das Unternehmen langfristig zu entschulden und unabhängiger zu machen.
Die Filialen in der Schweiz und Österreich sind von dem Verfahren nicht betroffen. Polo zählt zu den führenden Anbietern von Motorrad-Zubehör und Bekleidung. In den vergangenen Jahren wurde bereits eine Teil-Sanierung durch den Ausbau der Eigenmarken und die Optimierung des Store-Konzepts umgesetzt. Playlist: D:TON
Mit dem aktuellen Verfahren will Polo eine nachhaltige Stabilisierung erreichen. Das Unternehmen hatte bereits früher eine Insolvenzphase durchlaufen.
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