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Der Handel steht vielen Herausforderungen gegenüber

Foto: Microsoft BING KI/ TRD Pressedienst

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Der deutsche Einzelhandel steht unter enormem Druck. Laut aktuellen Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE) werden 2025 voraussichtlich 4.500 Geschäfte schließen – ein alarmierender Trend, der sich seit Jahren fortsetzt. Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Händler, die mit hohen Mieten, sinkender Kaufkraft und dem wachsenden Online-Handel kämpfen.

Die Hauptgründe für die Schließungen

Die Ursachen für die Schließungswelle sind vielfältig und betreffen verschiedene Bereiche:

Hohe Mietkosten: Besonders in Innenstädten steigen die Ladenmieten weiter, sodass viele Händler ihre Standorte nicht mehr halten können.

Verändertes Konsumverhalten: Immer mehr Kunden kaufen online, wodurch stationäre Geschäfte weniger Umsatz machen.

Wirtschaftliche Unsicherheit: Die Kaufkraft der Verbraucher sinkt, was sich direkt auf den Einzelhandel auswirkt.

Bürokratische Hürden: Kleine Händler kämpfen mit komplexen Vorschriften und steigenden Kosten.

Fachkräftemangel: Viele Unternehmen finden keine qualifizierten Mitarbeiter, was ihre Wettbewerbsfähigkeit einschränkt.

Habecks umstrittene Aussage zur Insolvenz
Bereits 2022 sorgte Wirtschaftsminister Robert Habeck mit einer Aussage für Diskussionen: „Dann werden Läden, die darauf angewiesen sind, dass die Leute Geld ausgeben – Blumenläden, Bioläden, Bäckereien – wirkliche Probleme haben, weil es eine Kaufzurückhaltung gibt. Und dann sind die nicht automatisch insolvent, aber sie hören vielleicht auf, zu verkaufen.“

Diese Worte stehen sinnbildlich für die aktuelle Lage: Viele Einzelhändler schließen nicht wegen einer Insolvenz, sondern weil sich ihr Geschäft schlicht nicht mehr lohnt.

Welche Branchen sind betroffen?

Der Einzelhandel umfasst zahlreiche Bereiche, die unterschiedlich stark unter Druck stehen:

Lebensmitteleinzelhandel – Supermärkte, Discounter, Feinkostläden

Bekleidung & Mode – Modegeschäfte, Schuhläden, Accessoires

Elektronik & Technik – Fachmärkte für Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte

Möbel & Einrichtung – Möbelhäuser, Küchenstudios, Dekorationsgeschäfte

Baumärkte & Heimwerkerbedarf – DIY-Märkte, Gartenbedarf

Drogerien & Apotheken – Kosmetik, Gesundheitsprodukte, Medikamente

Sport & Freizeit – Sportgeschäfte, Fahrradläden, Outdoor-Ausrüstung

Spielwaren & Bücher – Buchhandlungen, Spielzeugläden

Automobilhandel – Autohäuser, Ersatzteilhandel

Versand- & Onlinehandel – E-Commerce-Plattformen, Versandhäuser

Mögliche Lösungsansätze
Um die Schließungswelle zu stoppen, sind gezielte Maßnahmen erforderlich:

Flexible Mietmodelle: Umsatzabhängige Mieten könnten helfen, die Kosten zu senken.

Förderprogramme für Händler: Steuerliche Anreize für Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung.

Attraktivitätssteigerung der Innenstädte: Städte müssen aktiv daran arbeiten, den stationären Handel zu unterstützen.

Die Zukunft des Einzelhandels bleibt ungewiss. Doch eines ist klar: Ohne gezielte Maßnahmen wird die Schließungswelle weitergehen.

Einzelhandel – Verkauf von Waren direkt an Verbraucher, Großhandel – Vertrieb von Waren an Unternehmen oder Wiederverkäufer, E-Commerce – Online-Handel und digitale, Verkaufsplattformen, Lieferkette – Prozesse von Produktion bis zur Auslieferung, Marktanalyse – Untersuchung von Trends und Verbraucherbedürfnissen, Vertriebskanäle – Wege, über die Produkte verkauft werden, Handelsstrategie – Planung zur Optimierung von Verkauf und Umsatz, Produktplatzierung – Strategische Positionierung von Waren, Kundenbindung – Maßnahmen zur langfristigen Kundenbeziehung, Preisgestaltung – Festlegung von Preisen basierend auf Markt und Wettbewerb,

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Die Insolvenz von Gerry Weber zeigt aktuell die Herausforderungen, mit denen beispielsweise die Modebranche derzeit konfrontiert ist. Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche schließt das Unternehmen 120 Filialen in Deutschland, was den Verlust von rund 450 Arbeitsplätzen bedeutet. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurden durch schwache Bestellungen und das schlechte Konsumklima verstärkt, sodass frühere Sanierungsversuche nicht den gewünschten Erfolg brachten. Nun wird die Marke von der spanischen Firma Victrix übernommen, während die eigenen Geschäfte vollständig geschlossen werden. Quelle: Wirtschaftswoche

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