Biometrie von Kopf bis Fuß

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Fälschungssichere Identifikations-Systeme

Biometrische Daten machen Menschen mehr oder minder einmalig. Das macht sie zu einem wertvollen Medium für eine sichere Identifizierung. Zwar gelingt es Hackern immer wieder, einzelne biometrische Systeme auszutricksen, aber eine Kombination mehrerer Faktoren stellt schon ein echtes Hindernis dar. Die Rede ist von Multibiometrie, dem Fachbereich des deutschen Unternehmens DERMALOG Identification Systems GmbH. Die Sicherheitsprofis kombinieren Fingerabdrücke, Gesichtsgeometrie und Iris-Beschaffenheit in ihrem „Automated Biometric Identification System“ (ABIS) zu einem einzelnen, besonders fälschungssicheren Identifikations-System.

Cyber-Auge – biometrischer Iris-Scan im Makro
Foto: Finkenherd on Adobe Stock

Das System des Hamburger Unternehmens ist derzeit schon bei Bankgeschäften und Grenzkontrollen, ebenso wie bei der Ausstellung amtlicher Dokumente wie Pässen und Führerscheinen im Einsatz. „Multibiometrie, also die Kombination zweier oder mehrerer Biometrien, ist gerade im Kommen“, sagt Günther Mull, Geschäftsführer von DERMALOG. Es ist denkbar, dass in Zukunft auch weitere personenbezogene Daten wie die Stimme einfließen.

Mit dem zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz verändern sich auch die Anforderungen an biometrische Systeme. Moderne Deepfake‑Technologien können Gesichter oder Stimmen täuschend echt simulieren, was die Bedeutung multimodaler Verfahren weiter erhöht. Gleichzeitig arbeiten europäische Behörden an einheitlichen Standards für digitale Identitäten, etwa im Rahmen der „European Digital Identity Wallet“. Diese Entwicklungen zeigen, dass biometrische Authentifizierung künftig stärker reguliert und technisch abgesichert werden muss, um Missbrauch zu verhindern und gleichzeitig eine verlässliche Identifikation zu gewährleisten.

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