Rubrik: TRD Medizin
Autor: Redaktion TRD Pressedienst
Datum: 04.07.2025
Teaser: Neue Studien zeigen: Schlafstörungen können Parkinson bis zu 30 Jahre im Voraus ankündigen. Experten mahnen zu Früherkennung und individueller Schlafdiagnostik.
(TRD/Medizin) – Jahrzehnte bevor die ersten typischen Symptome wie Zittern oder Bewegungsarmut auftreten, sendet der Körper subtile Warnsignale – oft im Schlaf. Neueste Studien zeigen: Schlafstörungen können Parkinson bis zu 30 Jahre im Voraus ankündigen.
## 🌙 REM-Schlaf-Verhaltensstörung: Wenn Träume lebendig werden
Ein besonders aussagekräftiges Frühzeichen ist die sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD). Normalerweise ist die Muskulatur während der Traumphase gelähmt – doch bei RBD-Patienten ist diese Schutzfunktion gestört. Die Folge: Betroffene leben ihre Träume körperlich aus, schlagen, treten oder schreien im Schlaf. Laut Experten entwickeln 80–95 % dieser Personen später eine neurodegenerative Erkrankung, meist Parkinson.
## 🦵 Weitere Schlafstörungen mit Warnfunktion
Neben RBD gelten auch andere Schlafprobleme als mögliche Vorboten:
– Restless-Legs-Syndrom (RLS): Unruhige Beine mit starkem Bewegungsdrang, besonders beim Einschlafen
– Exzessive Tagesschläfrigkeit (EDS): Plötzliche Einschlafattacken am Tag – oft schon in der Prodromalphase
– Ein- und Durchschlafstörungen: Nächtliches Erwachen, Unruhe oder Schmerzen in den Gliedmaßen
– Schlafbezogene Atemstörungen: Schlafapnoe kann Parkinson-Symptome verstärken
## 🔬 Früherkennung & Therapieansätze
Die medizinische Forschung arbeitet intensiv an digitalen Früherkennungstools, etwa Tablets zur motorischen Diagnostik in Hausarztpraxen. Auch Apps zur kognitiven Aktivierung und Bewegungstraining zeigen vielversprechende Ergebnisse.
> „Schlafstörungen bei Parkinson treten in allen Stadien der Erkrankung auf. Eine sorgfältige Diagnostik im Schlaflabor, zielgerichtete medikamentöse Behandlung und eine gute Schlafhygiene können Abhilfe schaffen.“
> – Paracelsus-Kliniken¹
Therapeutisch kommen je nach Störung Retardpräparate, Melatonin, CPAP-Geräte oder dopaminhaltige Medikamente zum Einsatz. Wichtig ist eine individuelle Schlafanalyse – idealerweise im Schlaflabor.
## 💡 Fazit
Schlaf ist mehr als Erholung – er kann ein Fenster in die Zukunft der Gesundheit sein. Wer ungewöhnliche Träume oder nächtliche Bewegungen bemerkt, sollte dies ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Denn: Früherkennung kann Lebensqualität retten.
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[Fußnote]
¹ Vgl. Paracelsus-Kliniken (2023): Fachbeitrag zur Parkinson-Schlafdiagnostik. Online verfügbar unter: http://www.paracelsus-kliniken.de, abgerufen am 04.07.2025.
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