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Welche Entwicklung wird das Internet in 50 Jahren nehmen

Welche Entwicklung wird das Internet in 50 Jahren nehmen

(TRD/CID) Verglichen mit der Erfindung des Rades ist das Internet extrem jung. Und trotzdem ist das digitale Netz schon weit entwickelt. Wie mag es im Jahr 2069 aussehen? Zu dieser Frage entstehen gerade Prognosen. Jedenfalls finden derzeit Diskussionen darüber im kostenlosen Onlinekurs „Die Technologie, die die Welt veränderte – 50 Jahre Internet“ des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) statt.

Gut 5.000 Nutzer des Netzes nehmen derzeit daran teil. Im offenen Diskussionsforum des Kurses auf der IT-Lernplattform openHPI sind bereits Hunderte von interessanten Prognosen und Visionen darüber zu finden, welchen Entwicklungspfad das gerade ein halbes Jahrhundert alt gewordene Internet in den kommenden 50 Jahren nehmen dürfte. Zugang bekommt, wer sich online anmeldet unter https://open.hpi.de/courses/internetworking2019.

„Die außergewöhnlich hohe Diskutierfreudigkeit bei unserer Mitmach-Aktion hängt mit der Vielzahl an kontroversen und polarisierenden Themen zusammen“, stellt Kursleiter und Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel fest. Oft werde über das so genannte Darknet debattiert, aber auch über Sicherheit und Datenschutz im Netz. „Besonders umstritten ist, welche sozialen Folgen das ständige Online-Sein für das menschliche Zusammensein hat, ob wir letztlich Treiber oder Getriebener der digitalen Transformation sind“, fasst Meinel zusammen.

Glaskugel
Mehrere tausend Teilnehmer spekulieren derzeit über die Gestalt des Internets im Jahre 2069. © Tumisu / pixabay.com / TRD digial und technik

 

Nach dem Eindruck seines Teams überwiegen optimistische Sichtweisen, was die Zukunft des Internets anbetrifft. „Nicht wenige Kursteilnehmer geben aber auch ambivalente Stellungnahmen ab, also sowohl positive als auch negative“, betont der HPI-Direktor. Zu den optimistischen Voraussagen gehören Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Robotik, Befehlsausführung durch Gedankensteuerung, „Beamen“, Autonomes Fahren, Implantieren von Geräten/“Cyborgs“ und Augmented und Virtual Reality.

Überwiegend in negativer Form besprochen werden laut Meinel mangelnder Datenschutz, ungenügender Schutz der Privatsphäre und mögliche staatliche Überwachung. Als Gefahr gesehen werde von vielen Kursteilnehmern zudem eine mögliche Aufteilung des Internets in jeweils einen Bereich für die Wissenschaft und für kommerzielle Interessen, aber auch die Spaltung in einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil.

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