Was kostet digitale Werbung und welche Formen sind angesagt

(TRD/WID) Die Bundesregierung hat 2019 mehr als 350.000 Euro für Werbeanzeigen auf Facebook ausgegeben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf eine Auswertung der Werbe-Bibliothek des sozialen Netzwerks.

Demnach bezahlte allein das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung seit März 172.338 Euro für Werbung an Facebook. Unter den Ministerien gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (103.107 Euro) am meisten Geld für Online-Werbeanzeigen aus, gefolgt vom Justiz- (46.442 Euro) und Familienministerium (13.500 Euro).

Facebook erlaubt es Regierungen, Parteien und Verbänden, gegen Bezahlung politische Inhalte von Nutzern zu veröffentlichen. Seit März 2019 nahm der US-Konzern dadurch mehr als zehn Millionen Euro in Deutschland ein.

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Online Werbung ist überall.  Die Leser-Akzeptanz eines „Digital-Materndienst TRD“  soll nach Aussagen von Experten weitaus höher als in Bannern plakativ komprimierter Werbung sein. © geralt / pixabay.com / TRD Marketing und Werbung

Besserwissen:

Weltweite Ausgaben für Online Werbung

Egal ob Flyer, Radiobeitrag, Materndienst, Fernsehbeitrag, Facebook Post oder Online Anzeige. Werbung ist weltweit ein Riesengeschäft.  Erstmalig erschien laut dem Computermagazin CHIP eine bezahlte Werbebotschaft 1704 im amerikanischen Boston News Letter. Die Fachzeitschrift liefert dazu in der Ausgabe (2019/4) interessante Zahlen.

Die weltweiten Ausgaben für Werbung 2018 betrugen über 543 Mrd. US-Dollar. Der prozentuale weltweite Anteil für Werbung betrug 2016 im Fernsehen 35.5 Prozent und Internet 34.1 Prozent.

Im Jahr 2019 im Fernsehen 32.6 Prozent und Internet 41.7 Prozent.

Die Anzahl der Werbespots, die ein Mensch im Alter von 65 Jahren gesehen hat, belaufen sich auf etwa 2 Millionen.

Unternehmen mit den höchsten Investitionen in Onlinewerbung in Deutschland 2017 waren ebay Marketplace (25 Mio. Euro), Deutsche Telekom (21 Mio. Euro), Google Germany (17 Mio. Euro).

Die Kosten des teuersten Werbespots aller Zeiten, in dem Leonardo DiCaprio, Robert de Niro und Martin Scorsese für ein Casino werben, betrug 70 Mio. US Dollar.

Die Kosten für einen 30 Sekunden langen TV Werbeblock vor dem Champion League Finale 2013, betrugen 66.000 Euro.

Für einen 30-Sekunden-Spot, im US-TV während des Super Bowls 2018, betrugen die Kosten ca. 5 Millionen US-Dollar. Zuschauer in den USA, die solch einen Spot sehen, (über 110 Mio.)

Quelle: Youtube / Black Country Communication – Man in the Middle

Die Ausgaben für Online Werbung

Die Kosten für eine Werbung auf der Homepage von Youtube betragen (400.000 US-Dollar).

Die Anzahl der Views, die so eine Anzeige täglich erreichen kann, (mehr als 60 Mio).

Der prozentuale Anteil aller User, die Pop-up-Werbung sofort wegklicken (73 Prozent).

Der Umsatz, den Unternehmen im Schnitt generieren, wenn sie einen US Dollar in Google Ads investieren, beträgt (2 US-Dollar).

Der Anteil der User, die auf sozialen Medien ihren Lieblingsmarken folgen, soll (40 Prozent) betragen. Der Anteil der Vermarkter, die glauben, dass Influencer Marketing in 3 Jahren in allen Werbebereichen integriert sein wird, wird mit (57 Prozent) angegeben.

Digitalformate für die Internet-Werbung

Durch eine veränderte Mediennutzung sowie durch den verstärkten Einsatz mobiler Kommunikationsgeräte erhöht sich immer mehr auch die Angebotspalette von digitalen Verbreitungmöglichkeiten für Werbebotschaften (Content Distribution).

Im Gewand von redaktionellen Beiträgen werden bei Print- und Onlinemedien beispielsweise sogenannte  Materndienste werblich als „Werbebotschafter“ genutzt. Nicht zu verwechseln mit Pressediensten.

Materndienst Online ist so eine Werbeform, bei der dem Nutzer einer Website Inhalte angeboten werden, die nicht von den Betreibern dieser Website selbst stammen (Content Delivery). Sie ähneln aber in Form und Gestaltung den redaktionellen Inhalten der veröffentlichenden Website stark und sind so angepasst, dass der Leser den Unterschied kaum bemerken soll. Aus presserechtlichen Gründen werden diese Seiten der Publisher mit Anzeige gekennzeichent.

Diese sogenannten Native Ads werden Werbetreibenden speziell als „Materndienst Online Post“ angeboten und sollen laut Anbieter neun Mal höhere Klickraten gegenüber Display Werbung sowie zusätzlichen Mehrwert für den Leser erreichen. Die Kunst bei dieser Werbeform soll darin bestehen, dem Verbraucher etwas attraktives anzubieten und sein Interesse zu wecken und so auf redaktionelle Weise, etwa interessante Hintergründe, unterhaltsame Geschichten, emotionale Videos oder informative Interviews zu transportieren. Die Leser-Akzeptanz eines „Digital-Materndienst TRD“  soll nach Aussagen von Experten weitaus höher als in Bannern plakativ komprimierter Werbung sein. Weitere Infos dazu gibts bei Wikipedia unter Medienarbeit Durch die Vermischung von echten Inhalten und Native Ads soll der Übergang zwischen Werbung und den originalen Inhalten der Website kaschiert werden und so die Aufmerksamkeit der Leser auf den Content des werbenden Unternehmens geleitet werden.

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