Vor wenigen Tagen lief das einmillionste Panamera-Modell vom Band

Vor wenigen Tagen lief das einmillionste Panamera-Modell vom Band
Mit der E-Maschine gleitet der Panamera lautlos dahin. Die 136 Elektro-PS fungieren bei Bedarf aber wie ein zusätzlicher Booster.© Porsche / TRD mobil

Power aus zwei Welten

(TRD/MID) Schneller, stärker, weiter – der neue Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid erfüllt das leicht abgewandelte Olympia-Motto in jeder Hinsicht. Mit 315 km/h in der Spitze ist er schneller als sein Vorgänger, mit 700 PS bietet er 20 Pferdestärken mehr und weiter kommt er auch noch. Rein elektrisch schafft die hybride Sport-Limousine nun rund 50 Kilometer. Der Motor-Informations-Dienste (mid) bat den neuen und nun stärksten Panamera zu einer ersten Ausfahrt.

Der Panamera: Porsche-Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit

911er und sonst nichts. Bis knapp vor der Jahrtausend-Wende waren die Zuffenhausener eine reine Sportwagenschmiede. Damals sogar leicht kränkelnd. Erst der Boxster sorgte für frischen Wind, und dann ging es Schlag auf Schlag. Mit dem Cayenne gelang Porsche ein echter SUV-Scoop. Erst vor wenigen Tagen lief das einmillionste Modell vom Band. Und dann kam der Panamera. Eine Sport-Limousine, schnell wie ein 911er und auch noch als Kombi verfügbar. Korrekt heißt das Porsche Sport Turismo.

Korrekt – und damit auf der Höhe der Zeit – ist auch der Antrieb. Hybrid heißt das Zauberwort. Also die Kraft von zwei Motoren. Im Fall des Panamera Turbo S E-Hybrids ist es ein vier Liter großer Achtzylinder aus der alten Welt. Hier gibt es Brennkammern, Turbos, Krümmer und Endrohre. Der Benziner wirft schon mal 571 PS auf die Antriebswellen.

Porsche Panamera als Chauffeurs-Limousine ausgelegtes Spitzenmodell

Dazu kommt noch die 136 PS starke E-Maschine aus der neuen Welt dazu, die im Getriebe sitzt. Hört sich von der Leistung her nach wenig an, aber sie schaufelt ein zusätzliches Drehmoment von 400 Newtonmetern (Nm) in den Antrieb. Macht insgesamt 870 Nm. Was für eine Zahl, was für eine Wucht! Damit lässt sich der immerhin 2,4 Tonnen schwere Kombi sogar leichtfüßig bewegen. Springbock, Antilope, Gazelle und Co. lassen aus dem Tierreich grüßen.

Die 3,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100 erobern schnell die Lufthoheit über die einschlägigen Stammtischgespräche. Kenner schwärmen aber lieber von den 0 auf 200 in 11,2 Sekunden. Zumindest solange es noch kein Tempolimit gibt. Bis dahin darf man sich noch dem Gefühl hingeben, dass eine Autobahn-Auffahrt zu keiner Zeit ein ernsthaftes Problem darstellt. Kleiner Druck aufs Gaspedal im Sport-Modus, schon geben Achtzylinder und E-Maschine ihr Bestes. Schnellt tut sich eine Lücke auf. Noch eine und noch eine. Sofort ist der 700-PS-Hybrid-Panamera der unumstrittene Highway-Star.

Topmodell: Panamera E-Hybrid von Porsche mit elektrischem Leistungskit

Unaufgeregt passiert das. Zwar bollert der Achtzylinder mal tief detonierend im Bass-Bereich, mal frisch trompetend bei hohen Drehzahlen. Aber nie hektisch, sondern immer souverän. Und so lässig bewegt sich auch das rund 190.000 Euro teure und über fünf Meter lange Teil. Dreikammer-Luftfederung, Adaptivdämpfer und elektronische Wankstabilisierung – die Heilige Dreifaltigkeit der Fahrwerkstechnik sorgt für stramme Sport-Momente genauso wie für pudelwohle Augenblicke, in denen man den Komfort einer Luxus-Limousine genießt.

 

Korrekt - und damit auf der Höhe der Zeit - ist auch der Antrieb. Hybrid heißt das Zauberwort. Also die Kraft von zwei Motoren. Porsche / TRD mobil
Korrekt – und damit auf der Höhe der Zeit – ist auch der Antrieb. Hybrid heißt das Zauberwort. Also die Kraft von zwei Motoren. Porsche / TRD mobil

 

 - Allein der V-8-Turbo-Motor bringt schon mal 571 PS und ein Drehmoment von 770 Newtonmeter auf die Straße. © Porsche / TRD mobil
– Allein der V-8-Turbo-Motor bringt schon mal 571 PS und ein Drehmoment von 770 Newtonmeter auf die Straße. © Porsche / TRD mobil

 

Das Digital-Cockpit des Panamera wurde aufgerüstet, die Bedienbarkeit ist besser geworden und sogar die Sprachassistenz läuft flüssiger.© Porsche / TRD mobil
Das Digital-Cockpit des Panamera wurde aufgerüstet, die Bedienbarkeit ist besser geworden und sogar die Sprachassistenz läuft flüssiger.© Porsche / TRD mobil

 

Wie ein feines Wohnzimmer: Der Innenraum des Panamera schmückt sich mit edlen Materialen wie Leder, Lack und Holz. © Porsche / TRD mobil
Wie ein feines Wohnzimmer: Der Innenraum des Panamera schmückt sich mit edlen Materialen wie Leder, Lack und Holz. © Porsche / TRD mobil

 

 

 Mit der E-Maschine gleitet der Panamera lautlos dahin. Die 136 Elektro-PS fungieren bei Bedarf aber wie ein zusätzlicher Booster.© Porsche / TRD mobil
Mit der E-Maschine gleitet der Panamera lautlos dahin. Die 136 Elektro-PS fungieren bei Bedarf aber wie ein zusätzlicher Booster.© Porsche / TRD mobil

 

Die hinteren Sitzplätze sind keineswegs die schlechteren. In China dient der Panamera oft auch als Chauffeurs-Limousine. © Porsche / TRD mobil
Die hinteren Sitzplätze sind keineswegs die schlechteren. In China dient der Panamera oft auch als Chauffeurs-Limousine. © Porsche / TRD mobil

Umso mehr, wenn der Panamera elektrisch vor sich hin flüstert. Rein theoretisch kann man dieses Gefühl ganze 50 Kilometer lang genießen. Der lange „Sound of Silence“ ist der um 30 Prozent größeren Batterie zu verdanken. Dabei wurde der 17,9 kWh fassende Hochvolt-Akku so platzsparend im Heck untergebracht, dass das Kofferraumvolumen von erstaunlichen 418 Litern im Sport Turismo (bei umgeklappter Sitzbank sind es sogar 1.287 Liter) im Vergleich zum herkömmlichen Modell nicht geschmälert werden musste.

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Standardmäßig und standesgemäß für Fahrer, die den dezenten Auftritt schätzen – gerade am frühen Morgen – startet der Hybrid-Panamera im Elektro-Modus. Das Zusammenspiel der Motoren kann der Fahrer über den Druck auf das Gaspedal beeinflussen. Bis zu einem Winkel von 50 Prozent läuft allein die E-Maschine, danach haben die Ingenieure einen zehnprozentigen Puffer eingebaut. Ein Druck mehr – dann gesellt sich der Achtzylinder mächtig zum E-Motor. Die Gedenksekunde hat Sinn: Sie soll vor zu häufigem Gebrauch des Benziners schützen.

 

Braucht es auch gar nicht, denn im unaufgeregtem Alltagsbetrieb zeigt sich, dass der E-Motor vollauf genügt. Dabei sind die 50 Kilometer Reichweite trotz der angeblich reelleren WLTP-Messung leider ein frommer Wunsch. Ist aber auch zu verführerisch, den Panamera zu Höchstleistungen anzutreiben. Um es mit dem legendären Neue-Deutsche-Welle-Star Markus zu sagen. „Ich brauch Spaß, ich brauch Spaß! Ich will fahr’n, ich will fahr’n!“ Nur dass im Gegensatz zum Liedtext der Tankwart nicht zum besten Freund wird. Auch wenn die angegebenen 2,8 Liter Benzin und 22,8 kWh Strom nicht unbedingt realistisch sind, dürfte der Hybrid-Panamera eher ein seltener Gast an der Tanke sein.

Rudolf Bögel / mid / trd

Der Verbrennungsmotor ist tot, lang lebe der Verbrennungsmotor

 

 

Technische Daten Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid Sport Turismo:

 

  • Länge / Breite / Höhe: 5,05 / 2,17 / 1,43 Meter
  • Motor: 4,0 Liter-Benziner

  • Hubraum: 3.996 ccm

  • max. Leistung: 420 kW/571 PS bei 5.750 bis 6.000 U/min

  • max. Drehmoment: 770 Nm bei 2.100 – 4.500 U/min

  • max. Leistung E-Maschine: 100 kW/136 PS

  • max Drehmoment E-Maschine: 400 Nm

  • Systemleistung: 515 kW/700 PS

  • System-Drehmoment: 870 Nm

  • 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb

  • 0-100 km/h: 3,2 Sekunden

  • 0-200 km/h: 11,2 Sekunden

  • elektrische Reichweite: 50 km

  • Höchstgeschwindigkeit: 315 km/h

  • Normverbrauch Benzin: 2,8 l/100 km

  • Normverbrauch Strom: 22,8 kWh/100 km

  • CO2-Emission: 63 g/km

– Preis: ab 188.321 Euro

© Global Press Nachrichtenagentur und Informationsdienste KG (glp)

Redakteur: Rudolf Bögel

 

Heinz Stanelle

Heinz Stanelle

Herausgeber: Heinz Stanelle. bietet ständig Ratgeber- und Leserservice für Medienprofis mit Pressedienst, Materndienst und Onlinedienst sowie Dokumentation und Erfolgskontrolle.

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