Versicherungsbetrug mit Kloppos Brille

Versicherungsbetrug mit Kloppos Brille

 

JürgenKloppBrille
In Liverpool alles super: Opel-Markenbotschafter spricht im neuen Opel-Radiospot darüber, dass es ihm beim aktuellen Angebot aus Deutschland allerdings „schon in den Fingern juckt“. Gemeint ist die „Opel Gewerbe Offensive“.

(TRD/MID) Kaum zu glauben: Die kaputte Brille von Fußballtrainer Jürgen „Kloppo“ Klopp ist ein häufiger Anblick in den Schadensbüros von Versicherungen. Denn Betrüger schicken nicht nur manipulierte Bilder der Schäden an ihrem Auto ein – sondern sogar aus dem Internet geklaute Fotos, um die Schadenssumme in die Höhe zu treiben. Ein interdisziplinäres Projekt des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) kommt ihnen dabei in die Quere.
Und erste Versicherungsgesellschaften in Deutschland testen die Technologien bereits.

Rund zehn Prozent der Schadenszahlungen in der Unfallversicherung beruhen auf Betrug, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Mit drei vom SIT entwickelten Technologien können die Versicherungen jetzt automatisiert zweifelhafte Fälle aufspüren. Mit den neuen Verfahren lassen sich Bilder, Texte und Finanzdaten untersuchen.

Versicherungsbetrüger sind ziemlich erfinderisch und fingieren oft Beweise. Sie bearbeiten etwa Bilder, die mit der Unfallmeldung eingeschickt werden, damit der Schaden größer erscheint: Da ist die Beule am Auto plötzlich dreimal in der Seitentür zu sehen oder der Lackkratzer ist viel länger als in Echt. „Manche Bilder wurden bereits für andere Fälle eingereicht, oder sie werden einfach aus dem Internet gezogen und mit einer fingierten Schadensmeldung bei der Versicherung gemeldet“, so die Forscher. Und hier kommt dann „Kloppos“ Brille ins Spiel. Aber nicht nur die erkennt die Software des Fraunhofer SIT dank bildforensischer Technologien automatisiert als Fake.

Autokaputt
Kein Fake: Dieses Auto ist wirklich kaputt. Aber häufig arbeiten Versicherungsbetrüger mit gefälschten Bildern. © TÜV Süd/TRD mobil

„Oft nutzen Versicherungsbetrüger verschiedene Identitäten, um viele fingierte Fälle einzureichen“, so die Experten. „Oder ein Außendienstmitarbeiter der Versicherung meldet selbst massenhaft Schäden und betrügt damit seinen Arbeitgeber.“ Auch dieser Art des Betrugs können Versicherungen dank der SIT-Analyse auf die Spur kommen. Die Software vergleicht die einzelne Fallbeschreibung stilistisch mit Referenztexten und findet gegebenenfalls in Sekundenbruchteilen Übereinstimmungen in Bezug auf die Autorenschaft. Beeindruckend: Das Tool analysiert 500 Fallbeschreibungen innerhalb von sieben Sekunden.

Aber auch mit der Ziffernanalyse von Finanzdaten lassen sich ungewöhnliche Häufungen aufdecken. Und es lassen sich etwa betrügerische Werkstätten oder Gutachter identifizieren, die systematisch überhöhte Schäden berechnen.

 

Wie Kühlschrank, TV und Auto kaum nachweisbar zu Spionen werden

Autos: Interesse und Nachfrage sind deutlich gesunken

Windkraft-Ausbau und wie Energieversorger beim Strompreis tricksen

Studie zeigt: Automobilindustrie steht vor Mammut-Umwälzung

Fake News und manipulierte Nachrichten erkennen

Materndienst und Pressedienste werden oft für die gezielte Kommunikation eingesetzt

Fußball-Tickets wurden testweise mit Blockchain-Siegel vertrieben

Die Grundrente kommt und wer hat was davon?

TRD-Backstage: Auto und Werkstatt

Exklusiv-Angebot: Interne Verlinkung von Beiträgen und Videos nach Prüfung möglich

Was kostet digitale Werbung und welche Formen sind angesagt

FaceApps, Tattoos und legales Glücksspiel

Welche Entwicklung wird das Internet in 50 Jahren nehmen

Über vollautonomes Fahren bis zum PKW-Maut-Sachverstandsvermerk

Durch Sport lässt sich gefühltes Alter, Wohlbefinden und Lebenserwartung beeinflussen

TRD-Backstage: Alltagsprodukte die uns technisch bereichern oder bevormunden?

US-Rocker AEROSMITH und Campino & Co. kommen nach Mönchengladbach

Alltagsprodukte die uns bereichern als auch technisch bevormunden können

Verjüngungskur für den B-Benz

TRD-Beiträge für Blogs, Online-Medien, Kundenmagazine

TRD Redaktionsbüro

TRD Redaktionsbüro

Herausgeber: Heinz Stanelle. bietet ständig Ratgeber- und Leserservice für Medienprofis mit Pressedienst, Materndienst und Onlinedienst sowie Dokumentation und Erfolgskontrolle.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. https://trd-pressedienst.com/impressum-trd-pressedienst/datenschutzerklaerung/

%d Bloggern gefällt das: