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Über Autobahn-Geschwindigkeitsrekorde und Dieselskepsis

Rudolf Caracciola (1901 bis 1959) war einer der erfolgreichen Mercedes-Benz Silberpfeil-Fahrer der 1930er-Jahre.  Fotos: Daimler/TRD mobil

28. Januar 1938. Rekordfahrten auf der Autobahn zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt. Rudolf Caracciola mit dem Mercedes-Benz Zwölfzylinder-Rekordwagen W 125 vor dem Flughafen in Frankfurt am Main.Daimler/ TRD mobil

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(TRD/MID) Am 28. Januar 1938 wurde auf der Autobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt ein beinahe 80 Jahre bestehender Geschwindigkeitsrekord aufgestellt: Der Rennfahrer Rudolf Caracciola erreichte mit dem Mercedes-Benz W 125 eine Höchstgeschwindigkeit von 432,7 km/h – ein für die damalige Zeit unvorstellbares Tempo.

Der V12-Motor des Wagens leistete 565 PS und hatte einen Hubraum von 5.577 Kubikzentimetern. Die Techniker von Mercedes nutzten alle verfügbaren Mittel, um das aerodynamisch optimierte Fahrzeug zu beschleunigen. Dazu gehörte eine Motorkühlung mit Eiswasser; Caracciola führte 48 Liter Wasser und fünf Kilogramm Eis mit sich. Bei Bedarf konnte zusätzliche Kühlung durch Trockeneis erzeugt werden, wodurch die Luftkühlung des Kühlers entfiel, was laut einem Firmensprecher „einen deutlich höheren Luftwiderstand des Fahrzeugs verursacht hätte“.

Rudolf Caracciola, Deutscher Rennfahrer“ (1901 bis 1959) war einer der erfolgreichen Mercedes-Benz Silberpfeil-Fahrer der 1930er-Jahre.  Fotos: Daimler/TRD mobil

In seinen Memoiren reflektiert der schnellste Mann der Welt: „Das Auto liegt perfekt auf der Straße. Das spüre ich bereits auf der Anlaufstrecke.“ Sein Geschwindigkeitsrekord auf einer öffentlichen Straße im fliegenden Start hielt bis zum 4. November 2017 an. Der aktuelle Rekordhalter ist ein Koenigsegg Agera RS mit 1.160 PS, der eine Geschwindigkeit von 445,54 km/h erreichte.

Umfrage: Mehr als die Hälfte befürwortet Tempolimit
Die deutschen Autobahnen sind weltweit bekannt. Reisegruppen aus aller Welt fliegen extra ein, um einmal im Leben schneller als zu Hause fahren zu können. Was für deutsche Autofahrer nur eine Richtgeschwindigkeit darstellt, ist in den meisten Ländern die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Selbst von Tempo 130 können einige Autofahrer nur träumen. Was die heutige Führerscheingeneration noch erleben darf, könnte bald der Vergangenheit angehören, wenn es nach der Mehrheit der Deutschen geht. Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag eines Direktversicherers ergab, dass 52 Prozent der Deutschen ein Tempolimit von 130 km/h befürworten. Unter den Befragten ab 60 Jahren sind sogar zwei Drittel (65 Prozent) für ein Tempolimit auf Autobahnen. Bei den unter 30-Jährigen sind es nur knapp ein Drittel (32 Prozent).

Auf deutschen Autobahnen ist eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h vorgesehen, sofern nicht anders angegeben. Eine Überschreitung hat in der Regel keine strafrechtlichen Folgen. Allerdings ist nicht allgemein bekannt: Fährt ein Autofahrer schneller als 130 km/h und wird unverschuldet in einen Unfall verwickelt, kann dennoch eine Teilschuld entstehen. Gerichte nehmen in solchen Fällen an, dass sich der Fahrer nicht wie ein Idealfahrer verhalten hat, da dieser nicht schneller als die Richtgeschwindigkeit fahren würde.

Sag zum Diesel leise Servus
(TRD/MID) Das Diesel-Barometer fällt und fällt. Mittlerweile stehen 38 Prozent der Autokäufer dem Selbstzünder( gegenüber. 2016 hatte dies auf zehn Prozent weniger Menschen zugetroffen. Das belegen Zahlen des DAT-Reports 2018, der jetzt in Berlin vorgestellt wurde.

Wie das Fachmagazin „kfz-betrieb“ berichtet, sei die Branche noch hoffnungsvoll gewesen, als die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) im April 2017 ihr monatliches Dieselbarometer startete. Das Thema könne bald versachlicht und als Problem rasch wieder vom Tisch sein – so die Spekulation. Doch weit gefehlt: In den folgenden Monaten verloren die Menschen immer weiter die Lust am Selbstzünder. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden 2017 rund 13,2 Prozent weniger Dieselfahrzeuge neu zugelassen. Zum Nachteil der Händler erhöhten sich die Standtage der gebrauchten Selbstzünder, die Restwerte purzelten.

Ein Fünftel der Gebrauchtwagenbesitzer verkaufte ihren Diesel aus Angst vor drohenden Fahrverboten und Wertverlusten. Außerdem hatte sich 2017 fast ein Viertel (23 Prozent) der Neuwagenkäufer von der Diskussion um die Zukunft des Diesels beeinflussen lassen. Bei den Gebrauchtwagenkäufern waren es immerhin noch 15 Prozent.

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