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Rallye Dakar 2026: Harte Bedingungen, hohe Kosten – und ein Feld am Limit

Quad Rallye

Foto: pixelschoen on Adobe Stock

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(TRD/BNP) Die Rallye Dakar 2026 bestätigt ihren Ruf als Extremtest für Mensch und Material. In Saudi-Arabien prägen lange Dünenpassagen, scharfkantige Felsplateaus und neue Marathonetappen ohne abendlichen Service das Bild eines Wettbewerbs, der selbst erfahrene Teams an die Grenze bringt. Während Ford in der Automobilwertung mit mehreren Dreifachsiegen seine aktuelle Stärke demonstriert, liefern sich bei den Motorrädern Luciano Benavides und Daniel Sanders ein enges Duell um die Gesamtführung. Benavides überzeugt mit stabilen Etappenleistungen, Sanders kämpft sich trotz Navigationsfehlern und Rückschlägen immer wieder nach vorn.

Parallel dazu schrumpft das Teilnehmerfeld deutlich. Zahlreiche Stürze, technische Defekte und Verletzungen – darunter auch Knochenbrüche – führen zu einer überdurchschnittlich hohen Ausfallquote. Auch aus deutscher Sicht gab es einen frühen Rückschlag: Yazeed Al‑Rajhi und sein deutscher Co‑Pilot Timo Gottschalk mussten das Rennen nach wiederholten technischen Problemen vorzeitig beenden.

Für Diskussionen sorgt erneut das Thema Startgeld. Immer wieder fällt die Zahl von 80.000 Euro, doch sie beschreibt nicht die offiziellen Gebühren, sondern die realistischen Gesamtkosten eines Privatteams. Die eigentlichen Teilnahmegebühren der Veranstalter liegen je nach Kategorie zwischen rund 18.000 und 23.000 Euro. Erst durch Service‑Team, Logistik, Ersatzteile, Reifenpakete und Fahrzeugvorbereitung wächst das Budget auf 60.000 bis über 100.000 Euro an. Für viele ambitionierte Privatfahrer bleibt die Dakar damit ein finanzieller Kraftakt, der weit über die reine Anmeldung hinausgeht.

Die Ausgabe 2026 zeigt damit erneut, wie hoch der Preis für den Traum von der Dakar ist – sportlich, körperlich und finanziell. Wer hier bestehen will, braucht nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Robustheit, Präzision und ein Budget, das den Belastungen standhält.Playlist: D:TON

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