One-Night-Stand: Männer und Frauen ticken ähnlicher als gedacht

Bei sexuellen Einlassungen denken Männer und Frauen ähnlicher als gedacht Diese neuen Ergebnisse aus der Sexualforschung überraschen.


(TRD/MP) Neuere Ergebnisse aus der Sexualforschung überraschen: Frauen lassen sich genauso schnell auf ein sexuelles Abenteuer ein wie Männer. Es kommt allerdings auf die Rahmenbedingungen an. Bisher stand fest, Männer folgen viel eher der Einladung zu einer kurzen sexuellen Begegnung als Frauen.

Das fanden Psychologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) heraus: Es gibt Ausnahmen von dieser Regel. Sie stehen offenbar stark mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Frauen in Zusammenhang. Schafft man(n) nämlich eine Umgebung, in der sich Frauen sicher fühlen, stimmen sie einem unverbindlichen sexuellen Treffen fast genauso gerne zu wie das männliche Geschlecht.

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Die Ergebnisse basieren auf einer zweigeteilten Studie mit insgesamt 327 Teilnehmern. Mit einer Standardfrage „Hey, ich mache so etwas normalerweise nicht, aber hast Du Lust auf Sex mit mir?“ gingen 14 Studierende der Psychologie über den Campus der Universität Mainz oder durch Clubs und Bars und sprachen insgesamt 127 Frauen und Männer darauf an, ob sie an einer sexuellen Begegnung interessiert wären. Mit einer Ausnahme haben sämtliche Frauen das Ansinnen abgelehnt, wogegen 50 Prozent der Männer in Clubs und 14 Prozent auf dem Campus der Einladung folgen wollten. Sind die Männer nicht in einer festen Beziehung, fällt ihre Zustimmung noch höher aus. Den Testpersonen wurde dann im zweiten Studienteil eine ausgeklügelte Geschichte erzählt, sodass sie sicher sein konnten, im Falle einer Verabredung oder einer sexuellen Begegnung keinen psychischen oder körperlichen Gefahren ausgesetzt zu sein.

Die Ergebnisse bei den 30 männlichen und 30 weiblichen Probanden sind bemerkenswert: 100 Prozent der Männer stimmten zu, sich zum Sex mit zumindest einer der Frauen, die sie auf einem Foto sehen konnten, zu treffen – die Zustimmungsrate bei den Frauen lag mit 97 Prozent nahezu genauso hoch. Allerdings sei dies nur eine relativ kleine Stichprobe, bei der viele Faktoren unberücksichtigt blieben, räumen die Wissenschaftler ein.

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