Gestellte Unfälle: Wie Kriminelle Autofahrer in die Falle locken – und wie man sich schützt
Kriminelle provozieren zunehmend manipulierte Verkehrsunfälle, warnt der Automobilclub von Deutschland (AvD). Für Autofahrer sind solche „Crash-Betrügereien“ nicht nur gefährlich – oft stehen die Täter nach StVO‑Regeln sogar formal im Recht und kassieren anschließend hohe Summen für Reparaturen und angebliche Verletzungen.
🔍 Woran man fingierte Unfälle erkennt
Laut AvD treten bei gestellten Unfällen häufig mehrere Warnsignale gleichzeitig auf:
unübersichtliche Straßenführung
schwierige Rechts‑vor‑Links‑Situationen
schlechte Sicht durch Wetter oder Dunkelheit
Fahrzeuge mit sichtbaren Vorschäden
Täter, die Fahrgewohnheiten potenzieller Opfer beobachten
plötzlich auftauchende „Zeugen“, die den Unfallhergang bestätigen sollen
🎯 Beliebte Betrugs-Szenarien
Betrüger provozieren besonders gern:
mehrspurige Kreisverkehre, in denen sie beim Spurwechsel Kollisionen erzwingen
Autobahnauffahrten, wo sie auf dem Beschleunigungsstreifen unerwartet abbremsen
Situationen, in denen hochwertige Gebrauchtwagen oder kurzzeitig versicherte Fahrzeuge beteiligt sind
Forderungen nach Abrechnung auf Reparaturkostenbasis – ein weiteres typisches Indiz
🛡️ Wie man sich schützt
Wer verdächtiges Verhalten bemerkt, sollte:
riskante Fahrmanöver abbrechen
besonders aufmerksam sein, wenn jemand im toten Winkel „klebt“
im Zweifel nachgeben und Vorrang gewähren
📸 Wenn es trotzdem kracht
Nach einem Unfall empfiehlt der AvD:
Unfallstelle und Fahrzeuge fotografieren
Datum, Uhrzeit und Witterung dokumentieren
prüfen, ob das gegnerische Fahrzeug weitere Schäden aufweist
bei Druck oder Einschüchterung sofort die Polizei rufen
den eigenen Versicherer informieren – Versicherungen tauschen Daten über auffällige Muster aus
So lassen sich Serientäter identifizieren – und das schützt letztlich alle Verkehrsteilnehmer.