Mittelständische Unternehmen fordern: Die Politik muss auch auf E-Fuels setzen!

Mittelständische Unternehmen fordern: Die Politik muss auch auf E-Fuels setzen!
Energie-Experten werben aktiv für mehr Technologieoffenheit sowie für Wettbewerb um die besten Lösungen. Foto: UNITI e.V. / TRD Wirtschaft und Soziales

(TRD) „E-Fuels for Future“ – dieser Slogan begegnet Autofahrern derzeit u.a. an über 1.000 Tankstellen, an Tankwagen, in rund 2.000 Freien Werkstätten sowie an zahlreichen Lieferfahrzeugen des freien Kfz-Teilehandels. Mit der gleichnamigen Kampagne soll das Interesse der Autofahrer für klimaneutrale, synthetische Kraftstoffe, so genannte E-Fuels, geweckt werden. Darüber hinaus werden auch Endverbraucher im Wärmemarkt angesprochen, denn über 100 Heizölhändler unterstützen die Kampagne ebenfalls und unterrichten ihre Millionen Kunden über synthetische Brennstoffe. Unter http://www.e-fuels.de ist eine Website geschaltet auf der sich die Menschen über den Einsatz von E-Fuels im Kraft- und im Brennstoffmarkt sowie im Schmierstoffbereich informieren können.

Als sich die Tankstelle 1968 zum Lebensmittel-Laden verwandelte

Laut den Experten des UNITI e.V., die die Kampagne initiiert haben, sind E-Fuels unverzichtbar, wenn Deutschland das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erreichen will und dabei auch seinen Wohlstand behalten möchte. So lassen sich nur mit flüssigen E-Fuels Erneuerbare Energien wirtschaftlich und technisch sinnvoll aus wind- und sonnenreichen Regionen der Erde nach Deutschland importieren und damit eine drohende große Lücke bei der Deckung des Bedarfs an Erneuerbaren Energien vermeiden.

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E-Fuels mit zahlreichen Vorteilen im Verkehrssektor und im Wärmemarkt
Für die Autofahrer bieten E-Fuels zahlreiche Vorteile: Sie können in beliebigen Anteilen Benzin und Diesel beigemischt werden oder diese sogar vollständig ersetzen. Technische Anpassungen am Auto sind dafür nicht erforderlich. E-Fuels würden wie gewohnt an der Zapfsäule getankt. Der gesamte Bestand von 58 Millionen Kraftfahrzeugen in Deutschland könnte damit klimaneutral gemacht werden – für Autofahrer teure Investitionen in neue Elektroautos oder für den Aufbau einer vom Steuerzahler mit vielen Milliarden Euro subventionieren Ladeinfrastruktur wären mit E-Fuels nicht erforderlich. Mit synthetischen E-Fuels könnten darüber hinaus die vielen Millionen Ölheizungen in Deutschland klimaneutral betrieben werden, ohne dass große Investitionen in Gebäude notwendig wären oder die Heizungen umgestellt oder technisch angepasst werden müssten.

Kampagne soll Verbraucher informieren und Politik wachrütteln
Über Vorteile wie diese möchte „E-fuels for Future“ die Verbraucher gut sichtbar informieren und einen wachrüttelnden Appell an die Politik zu richten, die geeigneten Rahmenbedingungen für den Hochlauf der E-Fuels zu schaffen. Bislang liegt der Fokus des Gesetzgebers im Verkehrssektor einseitig auf der Förderung der Elektromobilität; im Wärmemarkt werden synthetische Brennstoffe von der Politik ausgebremst. Die Experten des UNITI e.V. fordern stattdessen mehr Technologieoffenheit sowie Wettbewerb um die besten Lösungen. Alle Ansätze, die den Klimaschutz voranbringen und Vorteile für die Verbraucher haben, sollten berücksichtigt werden.

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E-Fuels
Mit synthetischen E-Fuels könnten darüber hinaus die vielen Millionen Ölheizungen in Deutschland klimaneutral betrieben werden. Foto: UNITI e.V. / TRD Wirtschaft und Soziales


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Heinz Stanelle

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