Mieterstromprojekte nehmen immer mehr Fahrt auf

Mieterstromprojekte nehmen immer mehr Fahrt auf
In Zukunft sollen immer mehr auch Mieter Strom aus Photovoltaikanlagen auf dem Dach produzieren. © Rainer Sturm / pixelio.de /TRD Bauen und Wohnen

(TRD/WID) – Vor allem in städtischen Gebieten hat der Photovoltaik-Ausbau noch ein großes Potenzial. Denn bisher lähmen fehlende Rahmenbedingungen und unbeantwortete Fragen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom die Entwicklung. Dabei nehmen Mieterstromprojekte immer mehr Fahrt auf. Deshalb spricht die Intersolar Europe, die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft und ihre Partner, die in München stattfindet, das Thema in diesem Jahr gezielt an.

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Noch profitieren von der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach derzeit hauptsächlich die Hauseigentümer. Neue Modelle sehen jedoch vor, dass auch Mieter großflächig am Direktstromkonzept und somit an der urbanen Energiewende beteiligt werden. Laut einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) könnten 3,8 Millionen Wohnungen mit Mieterstrom versorgt werden. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) geht davon aus, dass drei bis vier Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und gewerblichen Mehrparteienobjekten für Mieterstromprojekte genutzt und mittelfristig pro Jahr rund vier Milliarden Kilowattstunden für den Vorortverbrauch produziert werden könnten.

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Das Ministerium arbeitet derzeit an einem Gesetzesentwurf für eine direkte Mieter-Förderung, der noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll. Eine Förderung zwischen 2,2 und 3,8 Cent pro Kilowattstunde soll demnach möglich sein. Einige deutsche Bundesländer haben das Potenzial des Modells erkannt: Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen haben bereits Förderprogramme für das neue Geschäftsmodell eingeführt.

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Heinz Stanelle

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