Scheibenwischer
Scheibenwischer Photo by Lucas Pezeta on Pexels.com / TRD mobil

Mögliche Blendung und dann sekundenlanger Blindflug

(TRD/MID) Von Autofahrern wird aus gutem Grund Durchblick erwartet. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist freie Sicht durch die Fahrzeugscheiben. Und dafür (sollen) bei schlechtem Wetter die Scheibenwischer sorgen. Ihnen kommt also große Bedeutung für die Verkehrssicherheit zu.
Im Umkehrschluss geht von kaputten oder verschlissenen Scheibenwischern ein hohes Sicherheitsrisiko aus. Deshalb kann sogar bei der nächsten Hauptuntersuchung der Prüfer aufgrund mangelhafter Scheibenwischer die Prüfplakette verweigern.

Aus diesen Gründen sollten Autobesitzer sehr genau auf die Funktionstüchtigkeit der Wischer an ihrem Fahrzeug achten. Ermöglichen sie keine freie Sicht mehr oder ziehen Schlieren, müssen im Zweifel neue Wischerblätter her. Experten raten dazu, die Gummistreifen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zu wechseln. Denn schon bei „normalem“ Regen machen sich schadhafte Scheibenwischer unangenehm oder besser gesagt sicherheitsrelevant bemerkbar: Die Sicht des Fahrers wird dadurch zum Teil so erheblich beeinträchtigt, dass die Unfallgefahr spürbar steigt.

Noch schlimmer wird es in der dunklen Jahreszeit, wenn sich auch noch Schmutz, Salz, Schnee und Eis auf der Frontscheibe ablagern. Dann sind bei den Scheibenwischern Höchstleistungen nötig, um das Blickfeld frei zu bekommen. Sind die Wischergummis verschlissen, können sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Sie ziehen Schlieren und verschlechtern so, insbesondere bei Nässe, die Sicht. Zusätzlich steigt dadurch bei Dunkelheit die Blendung durch entgegenkommende Fahrzeuge bis hin zu sekundenlangem Blindflug während der Fahrt.

Scheibenwischer sollte man lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zu wechseln.
© Goslar Institut / TRD mobil

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Als die größten Feinde intakter Wischergummis gelten sehr hohe Temperaturen und starke Temperaturschwankungen, die UV-Strahlen der Sonne und Schmutz auf der Scheibe sowie „Insektenleichen“. Die Witterungseinflüsse lassen die zarten Gummilippen der Wischerblätter spröde und porös werden, an den Wischkanten entstehen kleinste Risse, die dann die lästigen Schlieren hervorrufen. Solche „Scharten“ werden auch durch verschmutzte Scheiben verursacht. Erst recht Gift für den Scheibenwischer ist es, ihn als Eiskratzer zu benutzen.

Wissenswertes rund um Werkstatt und Wartung

Aber auch sogenannte Hausmittel wie Brennspiritus im Wischwasser als Frostschutzalternative greifen die empfindlichen Wischerlippen an und machen sie spröde. Als schädlich für Scheibenwischergummis können sich übrigens auch Rückstände von der Wagenwäsche auf der Scheibe erweisen, etwa wenn das Auto mit Wachs behandelt oder der Lack versiegelt wurde.

Und was kann man selbst noch dafür tun, dass Scheibenwischer länger halten? Das beginnt mit der regelmäßigen Reinigung der Frontscheibe. Gleichzeitig werden auch die Wischer gesäubert und behutsam von Verschmutzungen jeder Art befreit. Dabei kann man für die Scheibe durchaus Glasreiniger verwenden. Der sollte aber nicht an die empfindlichen Wischergummis gelangen, um sie nicht zu beschädigen. Sind die Wischerblätter stark verschmutzt, kann man sie mit einem feuchten Tuch vorsichtig abziehen. Auch nach einem Aufenthalt in der Waschstraße empfiehlt es sich, Wischerblätter mit einem feuchten Mikrofaser- oder einem speziellen Reinigungstuch von Mitteln der Wagenwäsche zu befreien.

Wartung und Durchblick beim Thema Auto und Technik in der dunklen Jahreszeit

Aber selbst bei bester Pflege kommt die Zeit für einen Wischerwechsel. Der sollte – siehe oben – eher früher als später vorgenommen werden. Fachleute raten, beim Kauf neuer Scheibenwischer nicht auf den Cent zu schauen, sondern auf Qualität. Das rechnet sich nämlich unterm Strich, weil hochwertige Produkte in der Regel länger halten als die besonders billigen. Und die besseren sorgen auch für besseren Durchblick.

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Redakteur: Rudolf Huber

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