Kein Testpaket erhalten, dafür aber ein Potenzmittel-Abo an der Backe

Kein Testpaket erhalten, dafür aber ein Potenzmittel-Abo an der Backe
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(TRD/MP) Erst hatten wir kein Glück, dann kam noch Pech dazu. Wer kennt ihn nicht, den legendären Satz aus dem Fußballgeschäft?

Inzwischen lässt sich diese erleuchtende Erkenntnis auf viele unliebsame Erlebnisse im Alltag anwenden. Auf das jüngste Beispiel weist jetzt die Verbraucherzentrale hin.

Vermeintlich potenzsteigernde Nahrungsergänzungsmittel im Abo

Eine 10-Tage-Testpackung eines vermeintlich potenzsteigernden Nahrungsergänzungsmittels bot die Firma Health Pharm TM GmbH auf ihrer Webseite an und bewarb dieses mit den Worten „sofortige Erektion bei Potenzproblemen“. Doch anstelle des versprochenen Testpakets schloss ein Verbraucher mit dem Klick auf den Button „Jetzt bestellen“ automatisch ein kostenpflichtiges Abonnement über dieses Potenzmittel ab. Wissenswertes über Rauchmelder

 

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Auch das Produkt selbst hielt nicht das, was es versprach. Der Händler bewarb das Nahrungsergänzungsmittel mit dem Hinweis auf pflanzliche Inhaltsstoffe und Mineralstoffe. Deren besondere Wirkung für die Potenz soll wissenschaftlich allerdings nicht belegt sein. / TRD Handel im Wandel / Photo by Pixabay on  Pexels.com

 

„Mit dieser Praxis verstößt der Händler gegen gesetzliche Vorgaben. Denn aus der Formulierung ‚Jetzt bestellen‘ geht nicht hervor, dass sich der Verbraucher durch das Anklicken des Buttons zu einer Zahlung verpflichtet“, erklärt Michele Scherer, Rechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Erfolgt ein Online-Kauf über einen Button, ist der Händler gesetzlich verpflichtet, diesen gut lesbar mit den Wörtern „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer anderen eindeutigen Formulierung zu beschriften. Mehr als jeder zweite Anwender von Computer-Kriminalität betroffen

Darüber hinaus verletzte der Händler seine Informationspflichten: Konkrete Informationen zum Abonnement-Vertrag wie der Laufzeit, der Verlängerung und den Kündigungsbedingungen waren erst durch das Anklicken des Links zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einsehbar. Familien-Abos bei Streamingdiensten sind nicht immer für die ganze Familie gedacht

Die Verbraucherzentrale Brandenburg mahnte das Unternehmen aufgrund dieser Verstöße ab. Der Händler erklärte sich daraufhin bereit, das Produkt nicht mehr über das bemängelte Bestellformular zu verkaufen. Räder mit Elektromotor sorgen für Verwirrung in einem boomenden Markt

Auch das Produkt selbst hält nicht das, was es verspricht. Der Händler bewirbt das Nahrungsergänzungsmittel Viadrol mit dem Hinweis auf pflanzliche Inhaltsstoffe und Mineralstoffe. Deren besondere Wirkung für die Potenz ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt.

Auch hier gilt: Erst hatte der Verbraucher kein Glück (wirkungsloses Potenzmittel) und dann kam auch noch Pech dazu (ungewollt ein Abo an der Backe). Und wieder einmal trifft König Fußball keine Schuld.

Aus aktuellem Anlaß

Die Gefahr sich mit dem Corona Virus über Fleisch anzustecken ist gering

Für welches Fleisch sich Verbraucher auch immer entscheiden, wichtig ist, die Hygiene nicht zu vernachlässigen. Dazu gehört besonders, Fleisch gleichmäßig und vollständig in Pfanne, Herd, Backofen oder Grill zu erhitzen. Denn die hier herrschenden Temperaturen von 70 bis 100 Grad machen eventuell anwesenden Viren und Bakterien den Garaus. Vorsichtige können laut NTV das Fleisch auch nur mit Haushaltshandschuhen berühren. Wichtig ist zudem, Besteck, welches mit rohem Fleisch in Berührung gekommen ist, nicht zur Verarbeitung weiterer Lebensmittel zu verwenden. www.n-tv.de (Kann Fleisch das Coronavirus übertragen)

 

 

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Heinz Stanelle

Heinz Stanelle

Das ist das Logo des TRD Pressedienst. Wir befassen uns mit Ratgeber- und Leserthemen in allen gängigen Kategorien. Herausgeber ist der Journalist Heinz Stanelle aus Kaarst bei Düsseldorf.

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