Käuferschutz: Bezahlsysteme, Banking-Apps und Trojaner-SMS

Käuferschutz: Bezahlsysteme, Banking-Apps und Trojaner-SMS
Gerade in Corona-Zeiten, in denen der Online-Handel boomt, gibt es bei digitalen Attacken reichlich Opfer.Photo by Andrea Piacquadio on pexels.com / TRD Digital und Technik

Digital und Technik im Alltag

(TRD/WID) Digitale Bezahlsysteme etwa beim Online-Shopping sind vergleichsweise sicher, weil sich alle Zahlungsdienstleister gesetzlich an hohe Schutzmaßnahmen halten müssen. Trotzdem rät die Verbraucherzentrale Bayern zur Vorsicht.

Ein Grund: Bei der Anmeldung müssen Verbraucher sensible Daten wie die Konto- oder Kreditkartennummer hinterlegen. „Um sich vor Missbrauch zu schützen, sollten Nutzer für den Zugang zu den Bezahlsystemen sichere und lange Passwörter verwenden,“ rät Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Einige Zahlungsdienstleister bieten einen eigenen Käuferschutz an. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Leistung, die gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Deshalb gelten die jeweiligen Bedingungen des Anbieters. „Verbraucher sollten genau prüfen, welche Fälle der angebotene Käuferschutz tatsächlich umfasst,“ so die Expertin. „Meist beschränkt sich ein solcher Schutz auf Situationen, in denen die Ware nicht ankommt oder das falsche Produkt geliefert wird.“

Wenn es Probleme bei einem Online-Kauf gibt, ist es empfehlenswert, sich erst an den Händler zu wenden. Käufer sollten sich aber nicht hinhalten lassen, um Fristen bei Zahlungsdienstleistern nicht zu versäumen.

Zusätzlich ist es ratsam, den jeweiligen Betreiber des Bezahlsystems zu informieren. „So kann eine Zahlungsforderung ausgesetzt werden, bis die Angelegenheit geklärt ist“, sagt Halm.

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Vorsicht vor feindlichem SMS

Dass Trojaner per Mail verschickt werden, ist hinlänglich bekannt. Doch Vorsicht: Eine derzeit akut grassierende Schadsoftware kommt per SMS. Das Ganze nennt sich dann „Smishing“ (aus SMS und Phishing). Gerade in Corona-Zeiten, in denen der Online-Handel boomt, gibt es bei diesen Attacken reichlich Opfer.

Denn in der SMS werden die Empfänger darauf hingewiesen, dass ihr Paket oder Geschenk verschickt wurde und sie die Sendung per Link überprüfen und bestätigen sollen. Doch ARAG-Experten warnen: Mit dem Klick auf den Link wird die gefährliche Schadsoftware FluBot auf dem Handy installiert. Sie kann dann auf alle persönlichen Daten zugreifen.

So können etwa teure SMS in die ganze Welt verschickt werden, ohne dass der Nutzer etwas davon bemerkt. Zudem hat es der Schädling auf Daten abgesehen, die bei Banking-Apps eingegeben werden. Laut Polizei sind vor allem Nutzer von Android-Handys betroffen.

Wer bereits auf den Link geklickt hat, sollte in Form von Screenshots möglichst viele Beweise sammeln und mit dem Smartphone möglichst schnell zur nächsten Polizeidienststelle gehen, um Anzeige zu erstatten. Erst anschließend sollten Betroffene die SMS löschen, die Rufnummer des Absenders blockieren und eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter einrichten, um teure Folgekosten zu vermeiden.

Als letzten Schritt empfehlen Experten, alle persönlichen Daten in der Cloud oder auf einer Speicherkarte zu sichern und im abgesicherten Modus nach unbekannten und nicht selbst installierten Apps zu suchen und diese zu entfernen. Danach muss das Handy allerdings neu gestartet oder gar zurückgesetzt werden.

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