In der Automobilindustrie arbeiten bei Daimler die zufriedensten Mitarbeiter

In der Automobilindustrie arbeiten bei Daimler die zufriedensten Mitarbeiter

(TRD/WID) Deutschland geht es wirtschaftlich besser als den meisten europäischen Mitgliedsstaaten. Da wundert es nicht, dass die Arbeitszufriedenheit hierzulande auch kaum zu wünschen übrig lässt. Laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half führt Deutschland in diesem Punkt die Rangliste innerhalb Europas an. Für die Studie „Höchste Fairness im Job“ wurden vom 1. Dezember 2016 bis zum 30. November 2017 Aussagen über die nach Mitarbeiterzahl größten 10.000 Unternehmen in Deutschland im Internet in den Kategorien Arbeitsklima, Unternehmenskultur und Fairness untersucht.

Dafür wurde die Social-Listening-Methode verwendet, bei der mithilfe des sogenannten Crawlings ein Jahr lang täglich sämtliche Internet-Texte, in denen die gesuchten Firmen auftauchen und die für das Thema Jobfairness relevant sind, erfasst wurden. In einem zweiten Schritt wurden aus allen Treffern rund 22 Millionen Nennungen identifiziert, die sich den untersuchten Kategorien zuordnen lassen. Diese wurden auf ihre Tonalität untersucht. In die Bewertung floss zusätzlich die Auswertung einer schriftlichen Befragung der untersuchten Unternehmen zu unterschiedlichen Arbeitgeberaspekten mit ein. Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte. Für eine Auszeichnung waren mindestens 50 Punkte in der Gesamtauswertung und mindestens 20 Nennungen im Beobachtungszeitraum notwendig.

Daimler Chef
  Ola Källenius ist  ist schwedischer Manager und seit dem 22. Mai 2019 Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. © Daimler/ TRD mobil

„Weiche Faktoren wie Arbeitsklima, Firmenkultur und Umgangsformen lassen sich nicht leicht in Zahlen fassen, tragen aber mehr als harte Fakten wie Gehalt, Titel oder Dienstwagen zur Jobzufriedenheit bei“, sagt Prof. Dr. Werner Sarges, Leiter des Instituts für Management-Diagnostik in Barnitz. „Gerechtigkeit und ein fairer Umgang mit Mitarbeitern sind entscheidend für die Treue der Angestellten sowie die Bildung einer attraktiven Arbeitgebermarke.“

Die Automobilbranche gilt als eine der begehrtesten unter den Absolventen. In Sachen Fairness können viele Unternehmen auch halten, was sie versprechen. Die Automobilhersteller liegen relativ dicht zusammen: Gewinner ist Daimler, gefolgt von Audi. Ford kommt noch auf 81 Punkte und BMW auf 72. Der Zulieferer mit den besten Arbeitsbedingungen ist BPW Bergische Achsen, gefolgt von KOKI TECHNIK Transmission Systems und Robert Bosch. Im Autohandel führt Walter Seitz, gefolgt von Procar Automobile und der Senger Group. Hugo Pfohe wird zwar noch ausgezeichnet, findet sich aber mit 50,5 Punkten weiter unten auf der Liste. Im Service führt WashTec Cleaning vor Vergölst und A.T.U. In der Vermietung steht Sixt vor Europcar.

„Es kommt nicht nur auf Größe, Firmenstandort oder Attraktivität der Marke an. Wer sich als fairer Arbeitgeber behauptet, kann bei potenziellen Bewerbern punkten – auch als Mittelständler“, sagt Jörg Forthmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Faktenkontors. „Eine gute Reputation ist für Arbeitgeber unerlässlich, denn heute bewerben sich Unternehmen um die gut ausgebildeten Fachkräfte, nicht umgekehrt.“

 

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