Experten bemängeln Überalterung des Kfz-Winterreifenbestandes

Experten bemängeln Überalterung des Kfz-Winterreifenbestandes
Winterreifen - nur echt mit dem Schneeflocken-Symbol. © Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. / TRD mobil

(TRD/MID) Reifen müssen gut in Schuss sein. Ansonsten sind sie eine Gefahr für den Straßenverkehr. Prüfer bemängeln eine Überalterung des Winterreifenbestands in Deutschland. Nach Markteinschätzung einer Werkstattkette sind die Winterreifen in der aktuellen Saison überdurchschnittlich alt und abgefahren.

Die in Deutschland gefahrenen Winterreifen waren Ende der Wintersaison 2020/2021 nach Beobachtung von A.T.U bereits deutlich älter als in den Vorjahren. „Da mit zunehmendem Reifenalter das Material aushärtet und das Gummi beginnt, spröde und rissig zu werden, verschlechtern sich Grip und Bremsweg besonders bei Nässe. Dies erhöht das Unfallrisiko!“, warnt Experte Sebastian Scharnagl.

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Auch der Anteil der abgefahrenen Reifen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Winterreifen hätten im Schnitt weniger Restprofil als in den vergangenen Jahren. Daher sei in vielen Fällen der Austausch in diesem Herbst ratsam. „Denn genau wie bei alten Reifen führt auch eine niedrige Profiltiefe zu einem längeren Bremsweg“, warnt der Experte. Die Annahme von Werkstattexperten ist, dass viele Autofahrer ihre Winterreifen pandemiebedingt über den Sommer 2020 durchgefahren haben, zumal die Autos generell weniger bewegt wurden.

Vor diesem Hintergrund machen sich aktuell viele Autofahrer auf die Suche nach passenden Reifen. Wer dabei Wert auf Nachhaltigkeit legt und noch Kosten sparen will, ist mit einem runderneuerten Reifen gut beraten: „Mit dem Kauf eines runderneuerten Modells der französischen Marke Blackstar spart man bei der Produktion 35 Kilo CO2 ein, während gleichzeitig der Energieverbrauch bei der Herstellung um 60 Prozent reduziert wird“, betont Scharnagl. Dabei böten die Reifen den gewohnten Fahrkomfort und ein hohes Sicherheitsniveau.

Autofahrer erleben im Schnitt alle zehn Jahre eine Reifenpanne

Für die Nutzer von saisonaler Bereifung steht die Wechselzeit laut der Umfrage kurz bevor: Gemäß der Faustregel „Von O bis O“ – von Oktober bis Ostern – planen zwei Drittel der befragten Fahrzeughalter, die auf Sommer- und Winterreifen setzen, den Reifenwechsel für den aktuellen Monat. Dabei fällt auf, dass sie mit steigendem Alter später wechseln. Während die Mehrheit der 18- bis 29-Jährigen (81 Prozent) ihre Fahrzeuge im Oktober umrüstet, sind es unter den Autofahrern ab 60 Jahren nur noch 63 Prozent. Fast ein Drittel (31 Prozent) der Befragten dieser Altersgruppe plant, erst im November zu wechseln.

Die Reifenwechselzeit ist eine gute Gelegenheit, den Zustand der Reifen zu prüfen und gegebenenfalls über einen Neukauf nachzudenken. Ein maßgeblicher Faktor bei dieser Entscheidung ist die Restprofiltiefe. Doch laut der forsa-Umfrage wissen die wenigsten Autobesitzer, wie tief das Profil an Winterreifen laut gesetzlicher Vorgabe mindestens sein muss. Lediglich 16 Prozent der Befragten konnte die korrekte Angabe von 1,6 Millimetern machen. Besonders bei den Fahranfängern fehlt dieses Wissen. Nur zwölf Prozent der befragten 18- bis 29-Jährigen kannten die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Winterreifen, die auch für Sommerreifen gilt.

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Heinz Stanelle

Heinz Stanelle

Herausgeber: Heinz Stanelle. bietet ständig Ratgeber- und Leserservice für Medienprofis mit Pressedienst, Materndienst und Onlinedienst sowie Dokumentation und Erfolgskontrolle.

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