Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bekommt die Krise zu spüren

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bekommt die Krise zu spüren
Die Verluste der Branche bei den Ticket-Einnahmen belaufen sich für die neun Monate von März bis Dezember 2020 auf rund 3,5 Milliarden Euro. Photo by Alessio Cesario on Pexels.com 7 /TRD / MOBIL

(TRD/MID) Home-Office, Kurzarbeit, geschlossene Schulen und andere Corona-Beschränkungen haben zu einem Rückgang der Mobilität geführt. Das bekommt auch der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland deutlich zu spüren. Entsprechend fällt die Bilanz für 2020 aus: Die Fahrgastzahlen und Ticket-Einnahmen sind eingebrochen, heißt es in einer Mitteilung.

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„Da wir seit Beginn der Pandemie, auch in der Zeit der stärksten Beschränkungen, trotzdem nahezu das volle Bus- und Bahnangebot weiterfahren, sind die Einnahmeverluste – bei etwa gleichen Kosten – immens. Der von Bund und Ländern beschlossene Rettungsschirm hat uns vor dauerhaften wirtschaftlichen Schäden bewahrt“, sagt Ingo Wortmann, Präsident des Branchenverbands VDV. Doch noch sei die Corona-Krise nicht vorbei: „Wir fahren weiterhin monatliche Verluste in dreistelliger Millionenhöhe ein.“

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Um allen Bürgern, die während der Pandemie auf einen funktionierenden und möglichst sicheren ÖPNV angewiesen sind, ein verlässliches Angebot zu bieten, fahren die Bus- und Bahnunternehmen seit März 2020 fast 100 Prozent ihres Angebots. Und das trotz teilweise bis zu 80 Prozent weniger Fahrgästen (im März und April). Das aktuelle ÖPNV-Angebot werde vor allem von Fahrgästen in systemrelevanten Berufen genutzt, die unbedingt zur Arbeit müssen, heißt es.

Die Verluste der Branche bei den Ticket-Einnahmen belaufen sich für die neun Monate von März bis Dezember 2020 auf rund 3,5 Milliarden Euro. Während die ÖPNV-Stammkundschaft weit überwiegend ihre Abos nicht kündigte, brachen die Einnahmen bei den Gelegenheitsfahrten größtenteils weg. Der von Bund und Ländern zur Verfügung gestellte Rettungsschirm enthält bis zu fünf Milliarden Euro und wird nach aktuellen Berechnungen des VDV noch etwa bis Ende des ersten Quartals 2021 reichen.

„Wir rechnen damit, dass wir auch im gesamten Jahr 2021 noch nicht wieder die sonst übliche Zahl an Fahrgästen befördern werden. Das heißt, dass wir weiterhin Verluste einfahren und dementsprechend mit der Politik zeitnah über einen erneuten Rettungsschirm sprechen müssen“, so Wortmann.

Der Branchenverband und die Mitgliedsunternehmen kalkulieren mit Einnahmeausfällen von weiteren 3,5 Milliarden Euro über das gesamte Jahr 2021. Zu den noch vorhandenen Mitteln aus dem Rettungsschirm 2020 bliebe damit ein zusätzlicher Bedarf von rund zwei Milliarden Euro. „Wir gehen davon aus, dass es erst ab Herbst 2021 wieder zu einem deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen kommen wird, wenn die Zahl der Geimpften entsprechend hoch ist und die Einschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft nach und nach zurückgenommen werden – vor allem mit dem Rückgang bei der millionenfachen Kurzarbeit und dem Arbeiten von zu Hause“, erklärt Ingo Wortmann.

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Heinz Stanelle

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