Dem Nachwuchs fehlt oft die digitale Kompetenz

Um diese Lücke zu schließen, soll digitale Bildung in Schulen gefördert werden. Die Konkurrenz in Asien schläft nicht. Photo by Pexels.com / TRD digital

Handlungsbedarf in der digitalen Arbeitswelt

(TRD/CID) Immer mehr Unternehmen benötigen qualifizierte IT-Spezialisten, um den Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt Rechnung zu tragen. Doch für den digitalen Wandel fehlt es an gutausgebildeten Fachkräften – 70 Prozent der Unternehmen klagen über zu wenig geeignete Bewerber. Um diese Lücke zu schließen, soll digitale Bildung in Schulen gefördert werden.

Im Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) weisen die Wissenschaftler auf die Bedeutung der digitalen Bildung hin: „Vor uns stehen große Herausforderungen durch neue digitale Technologien auf Basis von künstlicher Intelligenz, autonomer Systeme, Robotik, Big Data oder Cloud Computing, die künftig Deutschlands bisherige Spezialisierungsvorteile in Frage stellen und zugleich aber auch neue Geschäftsmodelle ermöglichen“, so der Vorsitzende der Expertenkommission, Prof. Dietmar Harhoff vom Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb. „Den neuen digitalen Anforderungen muss sich deshalb auch das deutsche Bildungs- und Weiterbildungssystem stellen: Fähigkeiten in Software- und Algorithmen-Entwicklung bzw. entsprechend qualifizierte Fachkräfte mit digitalen ‚Schlüsselkompetenzen‘ sind wichtige Voraussetzungen für Produktivitätswachstum und Innovation in alten wie in neuen Branchen.“ Solche Schlüsselkompetenzen umfassen gemäß der Expertenkommission alle computer-, daten- und IT-bezogenen Kompetenzen und bilden die „Grundlage, um digitale Technologien sinnvoll einsetzen zu können“.

Vernetzte Arbeitswelt erfordert höhere Geschwindigkeiten

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) fordert, digitale Kompetenzen schon früh zu fordern, um den digitalen Wandel der Arbeitswelt zu bewältigen. © Pixabay / kalhh / CCO/ TRD Wirtschaft

2016 waren rund 51.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt, etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr und 35 Prozent mehr als im Durchschnitt der vorangegangenen neun Jahre. Darüber hinaus stieg die Anzahl ausgeschriebener Stellen für IT-Fachkräfte zwischen August 2016 und August 2017 um 20 Prozent. Jede dritte IT-Stelle ist länger als 60 Tage ausgeschrieben, also offenbar nur schwer zu besetzen.

Vermögensbildung und die Konten für den Nachwuchs

Schulen sollten den Experten zufolge zum „Fundament der digitalen Wissensgesellschaft“ werden. Dazu gehöre auch, das Schulfach Informatik auszubauen und deutlich früher anzubieten. Digitalkunde sollte auch an Grundschulen zum Pflichtprogramm gehören. Die Expertenkommission begrüßt, „dass die Bundesregierung digitale Schlüsselkompetenzen als Qualifikationsanforderung einer zunehmend digital geprägten Arbeitswelt ausdrücklich anerkennt“. Sie sieht jedoch weiterhin einen großen Handlungsbedarf.

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Heinz Stanelle

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