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Die Front ist wesentlich grimmiger gestaltet, die Voll-LED Scheinwerfer sind spitzer im Design und der Kühlergrill mit den kupferfarbenen Applikationen setzt weitere Akzente. Mike Neumann / mid / TRD mobil

(TRD/MID) Der Born ist das elektrische Erstlingswerk von Cupra, als Basis dient der MEB (Modularer-Elektro-Baukasten) auf dem auch der Konzernbruder VW ID.3 basiert. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat die Einstiegsvariante (die derzeit einzig konfigurierbare Option) des Cupra Born in der Praxis erprobt.

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Wir starten mit dem aktuellen Einstiegsmodell: dieses kommt mit einer 58 kWh (Netto) fassenden Batterie, der permanent erregte Synchronmotor leistet 150 kW/204 PS und gibt seine Kraft an die Hinterachse ab.

Anders als im VW ID.3 gibt es beim Cupra Born keine Allradversion, er kommt immer mit Heckantrieb. Die Fahrleistungen des Born sind solide, der Sprint von 0 – 100 km/h ist in 7,3 Sekunden erledigt, nur bei der begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h kommt kein wirkliches Cupra-Feeling auf. Hier wäre eine Anhebung im Vergleich zum VW-Bruder nett gewesen. Klar ist, dass durch eine höhere Höchstgeschwindigkeit auch der Verbrauch entsprechend steigt, die Wahl sollte trotzdem dem Kunden überlassen werden.

Quelle: youtube

Laut WLTP Messung kommt der Cupra auf einen Verbrauch von 15,3 kWh/100 km. Wenn man es darauf anlegt, kann man den Born auch unter 14 kWh/100 km fahren, der Normalverbrauch in unserem Test lag bei 21,4 kWh.
Ladetechnisch kann mit 11 kW an einer Wallbox (Ladedauer gute 6 Stunden, 15 Minuten) oder mit bis zu 120 kW an einer DC Schnellladesäule geladen werden (Ladedauer runde 35 Minuten von 5 bis 80 Prozent). Im Praxistest haben wir maximal eine Ladeleistung von 100 kW DC zu Gesicht bekommen und das auch nur recht kurz, die Ladezeit von 35 Minuten passt trotz fallender Ladekurve wiederum. Die Reichweite wird mit 424 Kilometern laut WLTP Messung angegeben, wenn man den Born im Alltag bewegt sind im Sommer gute 340 Kilometer realistisch.

Was direkt auffällt ist das abhandensein von haptischen Bedienelementen, den Cupra Born steuert man fast ausschließlich über Touch-Eingaben. Mike Neumann / mid / TRD mobil

Optisch setzt sich der Cupra Born ganz klar vom VW ID.3 ab, die Front ist wesentlich grimmiger gestaltet, die Voll-LED Scheinwerfer sind spitzer im Design und der Kühlergrill mit den kupferfarbenen Applikationen setzt weitere Akzente. Generell ist der Born weniger rund gestaltet und wirkt dank Seitenschwellern und Heckdiffusor wesentlich sportlicher. Dazu tragen auch die (optionalen) 20 Zoll Leichtmetall-Aerofelgen bei, die beim Testfahrzeug mit Continental EcoContact 6 215/45 R20 T XL Reifen rundum bezogen sind. Die Felgen kommen in BiColor Ausführung ebenfalls mit Kupfer-Anteil und passen mit der Aurora-Blau Lackierung super ins Bild.

Im Innenraum nehmen Fahrer und Beifahrer in bequemen Schalensitzen Platz, die guten Seitenhalt bieten. Je nach Sitzposition begrenzen diese ein wenig die Übersicht an der B-Säule beim Schulterblick, auch das Mini-Heckfenster ist der Übersicht nicht förderlich. Im Fond ist ausreichend Beinfreiheit – auch für größere Passagiere – gegeben. Die im Unterboden verbaute Batterie nimmt ein wenig Platz weg, sodass man die Beine nicht immer im 90 Grad Winkel positionieren kann. Zwei Isofix Halterungen für Kindersitze sind im Fond verfügbar, zwei moderne USB-C Anschlüsse finden sich an der hinteren Mittelkonsole.

Was sich VW beim Bedienkonzept gedacht hat, bleibt uns ein Rätsel. Leider wurde dieses Konzept ebenfalls von Cupra übernommen. Es wird alles per Touchsteuerung (einige Einstellungen lassen sich auch per Sprachsteuerung aktivieren) bedient. Und bedient sind wir nach kurzer Zeit. Sogar die Optionen am Multifunktionslenkrad sind entweder per Touch-Klick oder per Touch-Wischgeste auszuwählen, man steuert zum Beispiel die Lautstärke am nicht sehr wertig wirkenden Bedienfeld und ist entweder taub oder hört nichts, eine Feindosierung benötigt Übung.

Bei Optionen, bei denen man die Tasten drücken oder wischen muss (bei der View-Taste zum Beispiel) wirken die Spaltmaße nicht vertrauenerweckend und das halbe Bedienelement gibt nach. Das Fahrlicht einstellen? Natürlich über einen Touch-Knopf. Die hinteren Fenster von Fahrerseite aus öffnen? Geht erstmal nicht. Man muss erst einen Touch-Knopf drücken, um die Steuerungstasten für die Fenster von vorn nach hinten umzustellen. Ein tolles Panorama Glasdach ist ebenfalls verbaut, dieses bedient man natürlich über ein Touch-Feld – wie gut das während der Fahrt funktioniert überlassen wir der Fantasie der Leser.

Ein sportlicher Heckspoiler und der Heckdiffusor tragen ebenfalls zum CW-Wert von 0,27 bei. Mike Neumann / mid / TRD mobil

Das Aktivieren der Lenkradheizung in den Untiefen des Klimatisierungsmenüs sollte man während der Fahrt auch eher den Beifahrer erledigen lassen. Das Infotainment-System wirkt beim Start erstmal träge, funktioniert danach aber ausgereift. Wenn man kurz nach Fahrzeugstart den Spurhalteassistenten deaktivieren möchte, drückt man auf dem Touch-Display auf eine spezielle Fahrzeugtaste, um in das Menü zu kommen. Dies dauerte manchmal etwas länger, also haben wir erneut die Taste gedrückt. Da man keine haptische Rückmeldung erhält, ist man sich nicht sicher, ob der Befehl nun ankam. Ende vom Lied: das Menü ging auf und direkt wieder zu, weil wir ja zweimal den Befehl zum öffnen/schließen gegeben haben.

Die Navigation mit dem Augmented-Reality Head-up-Display ist toll, auch bei der Parkassistenz mit hochaufgelöster Kameraunterstützung gibt es keine Mängel. Lediglich die Aktualität einiger Ladesäulen ist noch nicht ganz gegeben. Es werden zwar diverse Ladesäulen in der Navigation angezeigt, neuere Ladesäulen an denen wir geladen haben fehlten. Bei der Suche griffen wir auf das Mobiltelefon mit einer Spezialapplikation zurück.

Der Kofferraum im Cupra Born fasst 385 Liter, die Rückbank lässt sich in 40/60 Aufteilung umklappen, dadurch vergrößert sich das Ladevolumen auf 1.267 Liter. Praktisch: das Ladekabel kann in einer Kuhle unter dem Gepäckboden verstaut werden. Wer mehr transportieren möchte muss sich Alternativen überlegen, es gibt weder eine Anhängerkupplung noch darf das Dach beladen werden.

Der in Zwickau vom Band laufende Cupra Born startet preislich ab 39.730 Euro, unser Testwagen knackt mit seiner Fülle an Zusatzoptionen fast die 50.000 Euro Marke (49.410 Euro). Kein ganz günstiger Einstieg in die Elektromobilität, auch wenn man im Hinterkopf hat, dass die Förderprämie für Elektrofahrzeuge ab 2023 halbiert wird. Wer sich mit dem Bedienkonzept anfreunden kann, findet im Born ansonsten ein solides Elektrofahrzeug in der elektrischen Golf-Klasse.

Mike Neumann / mid / TRD mobil

Technische Daten Cupra Born (58 kWh):

  • Länge / Breite / Höhe: 4.322 / 1.809 / 1.540 Meter
  • Motor: permanent erregter Synchronmotor (PSM)
  • Getriebe: Eingang-Reduktionsgetriebe
  • Batteriekapazität (Netto): 58 kWh
  • Reichweite (WLTP): 425 km
  • Leistung: 150 kW/204 PS
  • max. Drehmoment: 310 Nm
  • Ladeleistung: AC: 11,0 kW, DC: 120,0 kW
  • Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 7,3 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
  • Verbrauch WLTP kombiniert laut Hersteller: 15,3 kWh/100 km
  • C02-Emissionen: 0 g/km
  • Preis: ab 39.730 Euro
  • Testwagenpreis: 49.410 Euro

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