Computerspiel soll bei Thrombose helfen

Computerspiel soll bei Thrombose helfen
Computerspieler vor Rechner

(TRD/MP) Bei einer Thrombose verstopft ein Gerinnsel ein Blutgefäß und behindert den Blutfluss. Übungen für Beine und Füße helfen, ebenso Kompressionsstrümpfe. Und neuerdings auch ein Computerspiel.

ThrombosePCSpiel
– Das Spiel lässt sich mittels Sensoren mit den Füßen steuern.
© AG wearHEALTH/ TRD gesundheit

 

Das Comuterspiel „jumpBALL“ für Smartphone und Tablet, das Kaiserslauterer Forscher mit Medizinern entwickelt haben, wird über die Füße gesteuert. Um einer Thrombose vorzubeugen, helfen unter anderem gezielte Bewegungsübungen wie die Fußwippe, auch Muskelvenenpumpe genannt. „Dabei wird die Fußspitze zunächst weit nach vorne gestreckt und danach soweit wie möglich an den Körper herangezogen“, erläutert Daniel Steffen, Informatiker in der Nachwuchsgruppe wearHEALTH an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK). Da solche Übungen aber von Patienten oftmals verschmäht werden, soll das Spiel die Betroffenen besser zur Vorsorge motivieren.

Denn „jumpBALL“ ist ein klassisches Jump-and-Run-Spiel, bei dem der Spieler gleichzeitig die Muskelvenenpumpe durchführt, erklärt Steffen. In diesem Zusammenhang sprechen Experten von sogenannten Exergames – Videospiele werden mit körperlichen Übungen verbunden.

Das Spiel könne auch nach einem Schlaganfall oder einer Hüft- oder Knie-Operation helfen. Auf der Medizintechnik-Messe Medica in Düsseldorf stellen die Forscher das Spiel am Forschungsstand vor.

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