Beauty- und Behandlungs-Trends 2020

(TRD/MP) Schnelle technologische Fortschritte und eine rasante Verbreitung über die sozialen Medien haben zu einer Ära geführt, in der dutzende Hypes rund um Nägel, Haare und Make-up auftauchen. Das Gleiche gilt für die Welt der plastischen Chirurgie: Ständig kommen neue gefragte Verfahren hinzu – auch 2020 erwarten Experten eine Bandbreite verschiedener Behandlungstrends.

„Die Nachfrage nach Faltenunterspritzungen mittels Hyaluron oder Botox wird steigen – Fillerbehandlungen sind mittlerweile salonfähig, fast schon alltäglich geworden. Daher schrecken auch immer weniger sehr junge Menschen davor zurück, sich Filler präventiv injizieren zu lassen“, erklärt Dr. med. Jens Altmann, leitender Arzt der Bodenseeklinik und Generalsekretär der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin (IGÄM e.V.).

Der Mediziner rät aber davon ab, denn auch diese Behandlung habe Risiken und sollte nicht mit einem Friseurbesuch gleichgestellt werden. Daneben sei ein Anstieg von Gesichtsmodellagen, wie das sogenannte „Jawline-Contouring“, erwartbar. Dabei wird vernetzte „feste“ und volumengebende Hyaluronsäure entlang des Kieferknochens injiziert, um diesen zu modellieren.

Schönheitsbehandlungen unterliegen Risiken und sollte nicht mit einem Friseurbesuch gleichgestellt werden.© Mark_Mook Fotografie / pixabay.com

„Eine definierte Kinnlinie verleiht ein markantes und jugendlicheres Aussehen – und das wünschen sich die Meisten. Gerade in den sozialen Medien sieht man aktuell viele User und Influencer mit auffällig markanter Jawline. Auch wird die Jochbeinlinie häufig kombiniert. Eine Gesichtsmodellage sollte immer ein natürliches Ergebnis zum Ziel haben. Eine Überkorrektur führt schnell zu einem künstlichen Aussehen“, so der Experte. Regelmäßiges Thermalbaden

Auch das Fadenlifting wird nach Einschätzung des Arztes an Beliebtheit gewinnen. Bei der minimalinvasiven Behandlung werden mithilfe einer feinen Hohlnadel spezielle chirurgische Fäden mit winzigen Widerhaken in die Haut eingebracht. Durch diese ist es möglich, den gewünschten Staffungsgrad zu fixieren – der Effekt ist sofort sichtbar und hält ein Jahr. Neben der Faltenbehandlung kann diese Methode auch angewendet werden, um bestimmte Gesichtspartien zu verändern.

Im Hinblick auf körperformende Behandlungen wird die klassische Fettabsaugung auch weiterhin viel Raum einnehmen, allerdings sind minimalinvasive Alternativen für kleine Fettdepots wie die Kryolipolyse auf dem Vormarsch. Das durch das US-Gesundheitsministerium (FDA) zertifizierte CoolSculpting-Verfahren, welches Speckröllchen mit Kältewellen zu Leibe rückt, erfreut sich bereits seit mehreren Jahren größter Beliebtheit. Die neueste technische Weiterentwicklung bildet ein kleinerer Applikator für das Kryolipolyse-Gerät – der sogenannte „CoolMini“ – durch den auch sehr kleine Fettdepots, beispielsweise am Kinn, an den Knien oder in der Achsel schonend behandelt werden können. Corona Aktuell: Einsamkeit, Abzocker und der Erotik-Konsum steigt

Zuletzt sei auch Schweißreduktion einer der Trends 2020. Dr. Altmann sieht den Grund unter anderem in dem Leidensdruck der Patienten: „Achselnässe oder unangenehmer Schweißgeruch können für Betroffene zur Belastungsprobe werden und die Lebensqualität extrem einschränken.“ Zum einen seien die Menschen immer weniger bereit, diesen Zustand zu akzeptieren, zum anderen gebe es beispielsweise mit der miraDry-Methode heute effektive Behandlungsmöglichkeiten auf dem Markt, so der Experte.

MiraDry ist eine nicht-invasive Methode, bei der mittels Mikrowellenenergie der Achselschweiß dauerhaft reduziert wird. Schon ein bis zwei Sitzungen reichen in der Regel aus, um dieses Ergebnis zu erzielen. Die Achselregion wird mit einem Handstück bearbeitet. Durch die Hitzeeinwirkung werden die Schweißdrüsen zerstört und bilden sich auch nicht nach. Zwei Trainingseinheiten pro Woche sollte man für das Krafttraining reservieren

„Insgesamt kann man klar sagen: Klassische Schönheitsoperationen haben weiterhin bestand, aber im Trend liegen minimalinvasive Behandlungen. Es werden immer mehr Verfahren in diesem Bereich auf den Markt kommen, weshalb ich davon ausgehe, dass der Trend immer mehr in diese Richtung gehen wird. Trotzdem sollte man sich vor einer Behandlung immer von einem spezialisierten Facharzt ausführlich informieren und beraten lassen“, erklärt Dr. Altmann.

 

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