Autos aus dem 3D-Drucklabor

Autos aus dem 3D-Drucklabor
Trotz aller heute genutzten Möglichkeiten soll die Technologie beim Autobauer in Zukunft in noch größerem Umfang zum Einsatz kommen. Foto: Seat / TRD mobil

(TRD/MID) 3D-Druck bietet schier ungeahnte Möglichkeiten: Auch die Automobilindustrie will sich diese Technologie zunutze machen, um Zeit zu sparen und in allen Phasen der Entwicklung und Produktion eines Fahrzeugs flexibler zu sein. Im Fall von Seat zum Beispiel steht das hauseigene 3D-Drucklabor im Prototypen-Zentrum. Das Motto bei dem spanischen Autobauer: „Alles, was vorstellbar ist, kann auch hergestellt werden.“

Neun Drucker stehen im Labor. Sie produzieren jedes erdenkliche Bauteil für alle Abteilungen von Seat – unter anderem für Design, Produktion und Logistik. Neben den vielfältigen Designmöglichkeiten ist der wichtigste Vorteil der 3D-Technologie die Geschwindigkeit, mit der die Teile gefertigt werden. Beim herkömmlichen Verfahren muss beispielsweise für die Herstellung eines Spiegels zuerst eine Form hergestellt werden. Allein das kann Wochen dauern. Darüber hinaus wäre es ein einzigartiges Modell und es müsste schon bei der geringfügigsten Änderung eine neue Form hergestellt werden.

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Beim 3D-Druck fällt dieser aufwendige Arbeitsschritt weg. Die Techniker erhalten eine Datei mit dem Design und senden sie genau wie ein Dokument zum Drucker. Nach etwa 15 Stunden ist das Teil fertig. Die erneute Herstellung einer Form bei Änderungen am Design kostet aber nicht nur Zeit, sondern natürlich auch Geld und Ressourcen. Für den 3D-Druck reicht es, die Designdatei zu ändern.

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Es gibt verschiedene Arten des 3D-Drucks: Multi Jet Fusion, Sinter, Laser, Filament Fusion oder sogar UV-Lichthärtung. Je nachdem, was gedruckt werden muss, eignet sich die eine oder die andere Technologie besser, da jede Variante die Teile aus einem anderen Material fertigt.

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Ein künftiger Fokus liegt darum auf neuen kundenorientierten Anwendungen mit benutzerdefinierten Teilen, Sonderserien oder schwer erhältlichen Teilen.

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