Analoge und digitale Drogen zur Weihnachtszeit immer im Blick behalten

Analoge und digitale Drogen zur Weihnachtszeit immer im Blick behalten
Beim Geschlechter-Vergleich zeigt sich, dass Mädchen und junge Frauen etwas häufiger von Störungen oder problematischer Internet-Nutzung betroffen sind als Jungen und junge Männer. Photo by Matilda Wormwood on Pexels.com

Alkohol-Missbrauch: Die Zahlen steigen in Corona-Zeiten drastisch

(TRD/MP)  Laut aktuellen Daten ist die Zahl der sogenannten Rauschtrinker in Deutschland deutlich gestiegen – um volle 37 Prozent innerhalb von nur zehn Jahren. Diese Zahl nennt die KKH Kaufmännische Krankenkasse.

 

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In der Statistik sind Versicherte erfasst, die wegen einer Abhängigkeit, Entzugserscheinungen, eines akuten Rausches oder psychischer Probleme aufgrund von Alkohol ärztlich behandelt wurden. Laut KKH gibt es dabei auch erhebliche regionale Unterschiede: Der größte Anstieg wurde mit 68 Prozent in Sachsen-Anhalt registriert, das geringste Plus von 18 Prozent in Hamburg.

Fahren unter Drogen doppelt strafbar

„Deutschlandweit haben zuletzt rund 28.000 KKH-Versicherte einen exzessiven Alkoholkonsum an den Tag gelegt“, so die Kasse. Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung seien das 1,3 Millionen Menschen. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weitaus höher sein, denn erfasst werden nur die vom Arzt diagnostizierten Fälle.

Innovationen rund ums Rad

Was erschwerend hinzukommt: Durch die Corona-Krise hat sich die Situation noch einmal zugespitzt: So greift laut einer von der KKH beauftragten forsa-Umfrage fast ein Viertel der regelmäßigen Alkoholkonsumenten seit der Pandemie häufiger zur Flasche. Auch zur Weihnachtszeit und an Silvester steigt der Alkoholkonsum für gewöhnlich an. Ein KKH-Sprecher: „Vor allem Menschen, die bereits reichlich Alkohol trinken, laufen in diesen Wochen Gefahr, einmal mehr über die Stränge zu schlagen und in der Folge noch mehr Hochprozentiges zu konsumieren, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.“ Außerdem sei bei Ex-Süchtigen das Risiko für Rückfälle in der Weihnachtszeit, aber auch in Krisenzeiten größer.

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Gesunde Menschen können durchaus hin und wieder ein Glas Rotwein zum Essen oder ein kleines Bier trinken, gerade auch an den Feiertagen. Allerdings ist es laut der Gesundheitsexperten wichtig, immer die Grenzen im Blick zu behalten. Und die liegen sehr niedrig: Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind gesunde Frauen bereits bei mehr als 0,3 Liter Bier und gesunde Männer bei mehr als 0,6 Liter Bier pro Tag in einem gesundheitlich riskanten Bereich unterwegs. Egal, ob Mann oder Frau: Mindestens zwei Tage in der Woche sollten komplett alkoholfrei bleiben.

 

Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die digitalen Medien mehr als ihnen gut tut“. Auch wenn die Digitalisierung insgesamt ein wertvolles Gut sei – während Corona mehr denn je – müssten junge Menschen wissen, wann sie auch mal „offline“ sein sollten. Foto by Luke Barky on Pexels.com

Internet als „Droge der Zukunft“

 

Groß-Gerau – 15.12.2020 – Die Zahlen und Daten sind alarmierend. Nach Erkenntnissen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat die problematische Computerspiel- und Internetnutzung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 2015 deutlich zugenommen. Und dabei ist die Corona-Zeit noch gar nicht berücksichtigt.

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Für Daniela Ludwig, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist die Medien-und Internetabhängigkeit „quasi die Droge der Zukunft. Immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die digitalen Medien mehr als ihnen gut tut“. Auch wenn die Digitalisierung insgesamt ein wertvolles Gut sei – während Corona mehr denn je – müssten junge Menschen wissen, wann sie auch mal „offline“ sein sollten.

Die Suchtrisiken von digitalen Spielen und eine mögliche Verknüpfung mit Glücksspielen dürften nicht verharmlost werden, fordert BzgA-Chefin Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss: „Die Studiendaten bestätigen, wie wichtig es ist, Jugendlichen die Risiken der exzessiven Nutzung von Internet, Smartphones und Computerspielen aufzuzeigen.“ Darüber hinaus gelte es, Eltern und andere erwachsene Bezugspersonen für ihre Vorbildrolle für Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren.

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Laut der Studie stehen für Jugendliche und junge Erwachsene bei der Internetnutzung nach wie vor Kommunikation und Unterhaltung im Vordergrund. Konkret: Zwölf- bis 17-Jährige nutzen Computerspiele und das Internet durchschnittlich 22,8 Stunden pro Woche und 18- bis 25-Jährige durchschnittlich 23,6 Stunden pro Woche rein privat – also zusätzlich zu Schule, Studium oder Arbeit.

Im Zeitraum von 2015 bis 2019 ist der Anteil der Zwölf- bis 17-Jährigen und 18- bis 25-Jährigen mit einer als problematisch eingestuften Internetnutzung weiter gestiegen. Er hat sich bei den Jugendlichen von 21,7 Prozent auf 30,4 Prozent und bei den jungen Erwachsenen von 15,2 Prozent auf 23,0 Prozent erhöht. Internetbezogene Störungen treten im Jahr 2019 bei inzwischen 7,6 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen auf. 2015 waren es noch 5,7 Prozent. Bei den 18- bis 25-Jährigen lagen sie im Jahr 2015 bei 2,6 Prozent, jetzt sind es 4,1 Prozent.

Interessanter Aspekt: Beim Geschlechter-Vergleich zeigt sich, dass Mädchen und junge Frauen etwas häufiger von Störungen oder problematischer Internet-Nutzung betroffen sind als Jungen und junge Männer.

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Heinz Stanelle

Heinz Stanelle

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